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Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Vereinigte Romanhelden, e. V.

Im Oktober schickt sich Sean Connery als Allan Quartermain an, gemeinsam mit einer Truppe anderer berühmter Romanhelden die Welt zu retten.

Worum geht es?

Im Jahr 1898: Eine Gruppe von Helden - "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" - muss die Welt vor dem Untergang retten, den selbstverständlich ein wahnsinniger Schurke herbeiführen will. Das Besondere an dieser Standardstory: Die Mitglieder der der "Liga" sind weltberühmte Romangestalten: - Allan Quartermain, der von H. Rider Haggard erfundene Jäger; - Dr. Jekyll, der sich gern mal in Mr. Hyde verwandelt; "Der Unsichtbare" von H.G. Wells;
- Mina Harker, ihres Zeichens Geliebte von Bram Stokers Dracula und inzwischen selbst Vampirin;
- Kapitän Nemo mit seinem U-Boot Nautilus, erdacht von Jules Verne; - Dorian Gray, der mit dem Bildnis, hier ist er nicht nur ewig schön, sondern auch unsterblich. - Tom Sawyer, inzwischen den Jugendgeschichten von Mark Twain entwachsen und als Geheimagent unterwegs.

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

Comicvorlage

Alan Moore; Kevin O'Neill

Regie

Stephen Norrington

Darsteller

Sean Connery; Peta Wilson, Shane West

Deutschlandstart

03.10.2003

Der Film

Mit Sean Connery als Zugpferd in der Rolle des Allan Quartermain ist die Geschichte der außergewöhnlichen Superhelden-Truppe auf die Leinwand gebannt worden. Regie führt Stephen Norrington, der sich mit der Vampir-Schlachtplatte "Blade" (1998) als solider Handwerker für fantastische Stoffe und Comic-Adaptionen bewiesen hat. "LXG" - wie der Titel des Films in den USA gerne abgekürzt wird - ist mit hübschem Budget und verschwenderischem Produktionsdesign realisiert worden, so dass Schauwerte garantiert sind. Vielleicht stimmt ja auch die Story. Die Vorlage bietet jedenfalls jede Menge großartigen Stoff.

Der Comic

Wenn es einen Autoren gibt, für dessen Bildergeschichten die Bezeichnung "Comic" nicht mehr ausreicht, dann ist es wohl Alan Moore. Seine Werke "Watchmen" und "From Hell" sind preisgekrönt und vom Inhalt und Umfang her gewaltig. Wahre Romane in Bilderform, weshalb nur der englische Begriff "Graphic Novel" für diese Art von Literatur zutreffend ist. In "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" haben der Brite und sein Zeichner Kevin O'Neill eine Parallelwelt erschaffen, in der Figuren des klassischen Abenteuerromans und der Trivialliteratur neben tatsächlichen Menschen der Geschichte umherwandeln. Die Abenteuer der Liga sind vor allem spannend und unterhaltsam, wer aber Lust hat zu suchen, stößt auf einen unerschöpflichen Fundus an Querverweisen und Anspielungen auf die Werke, aus denen die Figuren stammen.

Ralf Sander