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Filmfestspiele von Cannes: Diven und Grazien - die schönsten Cannes-Momente aus 70 Jahren

Fotograf Andreas Rentz besucht die Filmfestspiele von Cannes seit vielen Jahren und begleitet dort die Stars. Für den stern hat er seine Favoriten der schönsten Momente aus sieben Jahrzehnten zusammengestellt.

Jean-Pierre Aumont

Jean-Pierre Aumont, bekannt aus "Der Teufel komm um vier", und Maria Montez auf den ersten Cannes Filmfestspielen 1946. Das Bild zeigt den französischen Filmschauspieler in einem wunderbar vertrauten Moment mit seiner Gattin beim Tanzen in einem Casino. Nach dem Tod seiner Ehefrau wurde ihm unter anderem ein Tête-à-tête mit der Schauspielerin und späteren Fürstin von Monaco, Grace Kelly, nachgesagt. 

Seit den ersten internationalen Filmfestspielen von 1946 gehört das Event zu einer der wichtigsten Veranstaltungen der Filmbranche. Jedes Jahr versammelt sich an der Côte d'Azur die Crème de la Crème der Filmszene und sorgt für viel Glamour und unvergessliche Momente. Auch 2018 ist das Team von Getty Images vor Ort und hält die Geschehnisse auf dem roten Teppich und hinter den Kulissen fest. In nur 12 Tagen schießt das 80-köpfige Team über 500.000 Bilder, um den Glamour für die restliche Welt aufzubereiten.

Andreas Rentz, Fotograf von Getty Images, ist schon seit vielen Jahren mit dabei und begleitet die Stars vor Ort. In einer Galerie hat er seine Favoriten der schönsten Cannes-Momente aus über 70 Jahren zusammengestellt.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo