Thriller Blood Work


Regisseur Clint Eastwood erzählt mit "Blood Work" eine geradlinige Thriller-Geschichte, die alle Krimifreunde perfekt zu unterhalten weiß.

Clint Eastwood vergeudet seine Zeit nicht. Wenn er in einem Film vor und zugleich auch hinter der Kamera steht, dann muss der Streifen auch Substanz haben. Ganz in diesem Sinn erzählt "Blood Work" eine geradlinige Thriller-Geschichte, die alle Krimifreunde perfekt zu unterhalten weiß. Angesichts der vielen stupiden Drehbücher, die in letzter Zeit verfilmt werden, tut es jedenfalls gut, mal wieder ein Werk auf höherem Niveau verwirklicht zu sehen. Drehbuchautor und Oscar-Preisträger Brian Helgeland hat dabei einen Roman von Michael Connelly für die Leinwand umgesetzt.

Clint Eastwood spielt den gealterten FBI-Profiler McCaleb. Der ist auf der Suche nach einem Serienkiller, der Katz und Maus mit ihm spielt. Als McCaleb ihn endlich erwischt, zwingt ihn ein plötzlicher Herzanfall dazu, den Mörder ziehen zu lassen. Zwei Jahre später hat McCaleb ein neues Herz erhalten und ist gerade dabei, sich von der Operation zu erholen, als eine fremde Frau (Wanda de Jesus) ihn aufsucht. Sie stellt sich als die Schwester der ermordeten Frau vor, deren Herz nun in McCalebs Brust schlägt. Sie bittet den Ex-Agenten darum, den Mörder zu suchen.

McCaleb scheut sich erst, gewinnt aber schon bald den alten Biss zurück. Schon bald ist dem ehemaligen Profiler klar: Der Killer von damals und von heute muss der gleiche sein. "Blood Work" lebt von der solide erzeugten Spannung und den vielen Indizien, die McCaleb und auch der Zuschauer im Kopf zusammensetzen muss. Das ist gut so, denn blutrünstige Serienkillergeschichten haben wir dank "Hannibal" und Co bereits zur Genüge genossen. Zwar ahnen Experten das Ende schon voraus, freuen sich aber umso mehr auf einen klassischen Showdown.

Ein Making of, ein Interview mit Clint Eastwood und zwei Trailer runden die Scheibe ab.

Carsten Scheibe

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