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EINFÜHRUNG: Digital auf der Überholspur

Mit »12 Monkeys« startete die DVD 1997 ihren Siegeszug rund um die Welt. Inzwischen hat sie sogar die VHS-Videokassette im Kampf um die Gunst der Heim-Cineasten überholt.

Seit ihrer Einführung 1997 ist die DVD in aller Munde. Doch bei der Silberscheibe handelt es sich nicht um ein normales Speichermedium. Ihr enormes Potential erlaubt es, sie für die Wiedergabe von Kinofilmen, Musiken und besonders umfangreichen Computerprogrammen einzusetzen. Das Kürzel DVD steht für den Begriff »Digital Versatile Disc«, was »digital vielseitige Scheibe« bedeutet. Die DVD kann nicht nur Videomaterialien, sondern auch Tonsignale und Computerdaten speichern.

Mit »12 Monkeys« begann alles

Am Anfang stand allerdings wie so oft ein Streit der Industrie auf dem Plan: Gleich mehrere Firmenkonsortien versuchten, eigene Formate zu etablieren, die in der Lage sind, über 120 Minuten Bewegtbilder im digitalem Format mit Ton auf einer CD zu speichern. Auf der IFA 1995 stellten Time-Warner / Toshiba und Philips / Sony eigene Formate vor, kurz später einigten sich beide Gruppen jedoch auf einen einheitlichen Standard, der DVD genannt wurden. Im Februar 1997 stand mit dem Panasonic DVD-A100 der erste DVD-Player bereit. Concorde produzierte dann schon bald mit Panasonic zusammen die erste DVD in Deutschland, den Film »12 Monkeys« mit Bruce Willis in der Hauptrolle.

Die Entwicklung geht weiter

Die Weiterentwicklung der DVD ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach Video-DVDs und DVD-ROMs ist in diesem Jahr die Audio-DVD dabei, ihren Tribut von den Musikfreunden einzufordern, die Musik in einer völlig neuen Qualität erleben möchten. In Planung ist auch die HD-DVD (High Definition DVD), die eine Verdopplung der Bildauflösung erlauben soll. Möglich mach das der »Blaue Laser«, der etwa 20 Gigabyte auf einen DVD-Layer schreiben kann. Auch der DVD-Rekorder zum Beschreiben von DVDs in Eigenregie steht kurz vor dem Durchbruch. Erste Geräte gibt es bereits. Nur sind die Preise für die Hardware und die Speichermedien noch zu hoch, um den Massenmarkt zu erreichen.

Carsten Scheibe