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Emmy-Verleihung: Zweiter Erfolg für Knet-Schaf Shaun, Enttäuschung bei Berben und Koch

Iris Berben und Sebastian Koch gingen bei der diesjährigen Emmy-Verleihung leer aus. Die beiden Schauspieler zeigten sich enttäuscht. Erfolg hatte immerhin "Shaun, das Schaf" - und das schon zum zweiten Mal.

Nach den entgangenen "Emmys" haben sich Iris Berben und Sebastian Koch enttäuscht gezeigt. Beide Schauspieler waren für die zu den wichtigsten Fernsehpreisen der Welt zählenden Auszeichnung nominiert, mussten sich aber britischen Kollegen geschlagen geben. "Natürlich ist man enttäuscht", sagte Berben. "Auch wenn man immer vorgibt, völlig souverän zu sein - ich war es nicht. Ich hatte Herzklopfen und das Adrenalin war auch ganz schön hoch."

Berben macht auch die Sprache dafür verantwortlich, dass die meisten Preise an britische Produktionen gingen. "Es ist ein Unterschied, der den amerikanischen Sehgewohnheiten widerspricht. Wenn ein Schauspieler untertitelt ist, kommen die Emotionen nie so rüber als wenn man ihn versteht", sagte die 60-Jährige der dpa. Sie sehe sich aber schon durch die Nominierung als Gewinnerin. "Aber man ist so weit gekommen, sitzt als eine von vieren da und will natürlich gewinnen. Dann kommt der kleine Stich ins Herz, aber das muss man ertragen, das gehört nun mal dazu."

Koch würdigte die britischen Gewinner. "Das waren schon tolle Produktionen. Und trotzdem finde ich es schade, dass fast alle Preise an die BBC gehen. Es gibt da noch anderes." Trotz der Enttäuschung müsse er sich eigentlich freuen, sagte er der dpa. "Ich wurde nominiert. Man hat mir zugetraut, unter den vier besten der Welt zu sein. Das ist doch toll. Und trotzdem überwiegt im Moment erst mal die Enttäuschung."

Berben war für die Serie "Krupp - Eine deutsche Familie", Koch für "Der Seewolf" nominiert. Die International Emmy Awards sind die Ableger des wichtigsten US-Fernsehpreises für ausländische Produktionen.

Erfolg hatte immerhin "Shaun, das Schaf" - und das schon zum zweiten Mal. Die deutsch-britische Kinderserie aus der "Sendung mit der Maus" bekam nach 2008 die begehrte Auszeichnung erneut. Die Jury würdigte insbesondere den Witz der kurzen Folgen um das freche Schaf. Die vom WDR mitproduzierte Serie ist von den Machern der erfolgreichen Trickfiguren "Wallace und Gromit", wo Shaun auch das erste Mal auftauchte.

DPA / DPA
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