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Fernsehen: Kein Polizeischutz für die "Superstars"

Für die am Samstagabend geplante Fernseh-Show «Deutschland sucht den Superstar» hat die Polizei trotz einer Anschlagdrohung keinen speziellen Schutz veranlasst.

Die entsprechenden Drohbriefe werden nicht als ernste Gefahr eingestuft, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln am Samstag. Wegen der Drohbriefe laufen allerdings Ermittlungen. Es wird nachgeforscht, weil jede Drohung dieser Art eine Straftat darstellt. Der Sender RTL selbst hat nach eigenen Angaben für die Live-Sendung (21.15 Uhr) die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Alle Zuschauer, die das Studio betreten wollen, werden mit Metalldetektoren geprüft, teilte RTL mit.

Hintergrund sind

nach Angaben eines RTL-Sprechers Briefe, in denen ein Anschlag gegen die jungen Sänger der Show angedroht wurde. Deshalb lässt der Sender außer dem Studio auch die Wohngemeinschaft der Kandidaten in Köln verstärkt bewachen.

Der 19-jährige

Alexander, einer der fünf Besten im RTL-Gesangswettbewerb "Deutschland sucht den Superstar", hat schon als Kind einen Auftritt als Sänger gehabt, und zwar in der "Mini Playback Show". Das sagte deren einstige Moderatorin Marijke Amado am Freitagabend in der ZDF-Sendung "Blond am Freitag". Sie könne sich gut an den kleinen Alexander erinnern, sagte die Holländerin.

Alexander sagte über seine Chancen auf den Superstar-Titel der Münchner "tz": "Ich habe genau so viele Fans wie die anderen. Und ich bin der Einzige, der bisher nicht in die negativen Schlagzeilen gerutscht ist. Beim aktuellen Voting von 'Bravo' und 'Stern' liege ich sogar vorne." Er meinte: "Die Chancen für jeden von uns hier sind megagroß, aber es liegt an jedem selbst, was er daraus macht." Er habe nichts zu verbergen, sagte der 19-Jährige: "Ich verstelle mich nicht, zeige mich meinen Fans, wie ich bin."

Bei einer Abstimmung

der "Bild"-Zeitung waren die meisten Anrufer (56,5 Prozent) dafür, dass der 17-jährige Daniel als nächster aus dem Wettbewerb ausscheidet. Das Blatt berichtete am Samstag in seinem Aufmacher darüber, dass Daniel in München zwei Jahre im Erziehungsheim war. Die Mutter sagte der "Bild", nach ihrer Scheidung habe Daniel "auf einmal beim Vater leben" wollen. "Dann gefiel es ihm dort wieder nicht. Es gab Streit, weil er mit 15 oft ganze Wochenenden weg blieb. Und ich konnte mich nicht um ihn kümmern."

In der von

viel Medienrummel begleiteten Show «Deutschland sucht den Superstar» singen Nachwuchstalente um die Wette. Die TV-Zuschauer wählen jeweils einen Teilnehmer aus, der ausscheidet. Am 8. März soll in der Finalshow in Köln der Sieger gekürt werden.

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