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Kinostarts der Woche: Was Sie über die neuen Filme wissen müssen

Gleich zwei Liebesgeschichten konkurrieren die Woche um die Gunst der Kinobesucher. Wem das zu seicht ist, der kann sich auf einen Film über eine große Denkerin freuen.

Von Sophie Albers und Nicky Wong

"Schlussmacher"

Wen Sie kennen sollten: Darsteller und Regisseur Matthias Schweighöfer ("What a Man", "Keinohrhasen"), Milan Peschel ("Halt auf freier Strecke")

Die Geschichte in einem Satz:

Paul (Schweighöfer) ist von Beruf Schlussmacher, er beendet Beziehungen, wenn andere nicht den Mut dazu haben - dann trifft er den sentimentalen Toto und wird selbst verlassen.

Geschwister im Kinoversum:

das ganz offensichtliche Vorbild <linkexterm adr="http://www.youtube.com/watch?v=2FSEZBqkbwU">"Hitch - The Date Doctor"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Matthias Schweighöfer und Milan Peschel einfach eine beeindruckende Kombination sind.

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"Der Geschmack von Rost und Knochen"

Wen Sie kennen sollten: Darstellerin Marion Cotillard ("Inception") und Regisseur Jacques Audiard ("Ein Prophet")

Die Geschichte in einem Satz:

Ali ist so arm, dass er mit seinem Sohn in die Garage seiner Schwester zieht - dann lernt er nach einer Schlägerei die hübsche Stéphanie (Cotillard) kennen, die sich in ihn verliebt, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen.

Geschwister im Kinoversum:

"Kleine wahre Lügen", "Blue Valentine"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie so eine krasse, bedingungslose, harte Liebesgeschichte lange nicht gesehen haben.

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"Hannah Arendt"

Wen Sie kennen sollten: Darstellerin Barbara Sukowa ("Homo Faber", "Europa"), Julia Jentsch ("Sophie Scholl") und Regisseurin Margarethe von Trotta

Die Geschichte in einem Satz:

Hannah Arendt berichtet für US-Medien über den Eichmann-Prozess in Jerusalem, doch ihr scharfer, differenzierter Blick auf den SS-Obersturmbannführer und Organisator des Holocaust sorgt für einen Skandal, an dem ihr Leben zu zerbrechen droht.

Geschwister im Kinoversum:

"Der Vorleser"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Jeder kennt das Buch "Eichmann in Jerusalem" und den Begriff der "Banalität des Bösen" als Beschreibung der gründlichen Spießigkeit des Mannes, der von seinem Schreibtisch aus die Vernichtung der europäischen Juden organisiert hat. Vergessen ist allerdings, welche Wirkung Arendts Schreiben damals hatte. Mit großartigen Schauspielern und intensiver Inszenierung ehrt dieser Film Arendts Denken.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo