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KOMÖDIE: Der Schneider von Panama

Der britische Agent Osnard (Pierce Brosnan) ist bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen. Also schiebt man ihn in eine Gegend ab, in der er garantiert keine Weibergeschichten anfangen wird: nach Panama.

In der Verfilmung eines Romans von John Le Carré greift das Motto: An einem zwielichtigen Ort braucht ein guter Spion seinen eigenen Spion. Osnard versucht, den Schneider von Panama zu aktivieren. Was Osnard nicht weiß: Der Schneider Harry Pendel (Geoffrey Rush) verfügt über eine blühende Fantasie. Kaum, dass er von dem britischen Spion erpreßt wird, erfindet er auch schon eine Räuberpistole nach der anderen. Harmlose Alkoholiker werden da zu den Anführern einer geheimen Untergrundbewegung. Außerdem soll die offizielle Regierung versuchen, den Panamakanal an die Chinesen zu verkaufen.

Osnard ist begeistert und erzählt die Lügen munter weiter. Prompt wird die Geldmaschinerie des Geheimdienstes angekurbelt, um den Untergrund zu stärken und die Regierung zu stürzen. Der Film überzeugt mit seinen superb ausgewählten Hauptdarstellern. James-Bond-Darsteller Brosnan als unmoralischen, sexlüsternen Möchtegern-Agenten zu sehen, hat schon etwas Süffisantes. Geoffrey Rush gibt dem Film mit seiner leisen, leidenden Art die nötige Tiefe, während Jamie Lee Curtis als seine Ehefrau für die Moral und zugleich für ein bisschen Erotik sorgt.

Zu den wenigen DVD-Extras gehören ein alternatives Ende, ein Regiekommentar, Filmografien der Schauspieler, Trailer und die Dokumentation »Perfektes Team«. Auffallend sind das klare Bild und der lupenreine Ton.

Carsten Scheibe

Der Schneider von Panama, Ton/Bild: Dolby Digital 5.1 / 2,35:1; Länge: 105 Minuten