Sean Penn Seltener Hollywood-Auftritt


Drei Mal war der Hollywood-Rebell bereits für Oscar-Trophäen nominiert, aber nie zur Gala-Show erschienen. Diesmal hat es mit dem Oscar geklappt - und Sean Penn war da.

Drei Mal war der Hollywood-Rebell Sean Penn bereits für Oscar-Trophäen nominiert, aber nie zur Gala-Show erschienen. Im vierten Anlauf, als verzweifelter Vater in Clint Eastwoods Gesellschaftsdrama "Mystic River", gewann Penn den begehrten Darsteller-Oscar und nahm ihn persönlich entgegen. Dabei überraschte der gewöhnlich bissige Bush-Kritiker durch seine zahme Dankesrede, die vor allem seinen Kollegen, Regisseur Eastwood und Ehefrau Robin Wright galt.

Nach seinem Golden-Globe-Gewinn im Januar war Penn neben Bill Murray ("Lost in Translation") der favorisierte Anwärter. Der Sieg des 43-Jährigen war längst überfällig, wie der tosende Applaus bei der Oscar-Gala zeigte. In "Mystic River" spielt er einen gequälten Vater, der den Tod seiner Tochter rächt. Außenseiter und zerrissene Charaktere sind Penns Stärke. So holte er sich zuvor Oscar- Nominierungen als behinderter Vater in "Ich bin Sam", als Mörder und Todeszelleninsasse in "Dead Men Walking", und als trinkender Jazzgitarrist in Woody Allens "Sweet and Lowdown".

Auch als Regisseur anerkannt

Seit den 90er Jahren führte Penn auch Regie. Nach seinem Debüt mit "Indian Runner" inszenierte er zuletzt den Dürrenmatt-Roman "Das Versprechen". Der politisch engagierte Kriegsgegner und zweifache Vater lebt mit seiner Familie in Nordkalifornien, weit ab von Hollywood. Sein gerade abgedrehter Film "The Assassination of Richard Nixon" ist passendes Penn-Material. Er erzählt die wahre Geschichte eines desillusionierten Möbelhändlers, der in den 70er Jahren ein entführtes Flugzeug ins Weiße Haus steuern wollte.

DPA

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