Was war der emotionalste Sieg, welche Witze zündeten – und wo war eigentlich Sean Penn? Fünf Highlights und Tuschelthemen der Oscar-Nacht.
Wenn sich halb Hollywood zur Oscar-Nacht versammelt, sind emotionale Momente garantiert. Darüber wird dieses Jahr gesprochen.
Lacher dank Timothée Chalamet
Es sollte sein großer Abend werden, doch Chalamet wurde wider Erwarten nicht für seine Rolle in „Marty Surpreme“ ausgezeichnet. Ob seine umstrittenen Aussagen zum Stand von Oper und Ballett ihn um die Trophäe brachten? Sie sorgten jedenfalls für den ersten großen Lacher des Abends.
„Die Sicherheitsvorkehrungen sind heute Abend extrem streng. Das muss ich einfach erwähnen. Mir wurde mitgeteilt, dass es Befürchtungen wegen möglicher Angriffe sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballettgemeinschaft gibt“, sagte Moderator Conan O'Brien gleich zu Beginn der Show. Chalamet und Freundin Kylie Jenner grinsten dabei pflichtbewusst. „Die sind doch nur sauer, weil du Jazz vergessen hast“, rief O'Brien ihm noch aufmunternd zu.
Das Tuschelthema der Oscars 2026: Wo war Sean Penn?
Beim dritten Mal wird's offenbar langweilig: Sean Penn siegte in der Kategorie Bester männlicher Nebendarsteller; sein dritter Oscar – doch der Schauspieler war nicht vor Ort, um die Auszeichnung in Empfang zu nehmen. „Sean Penn konnte heute Abend nicht hier sein. Oder er wollte nicht hier sein, deshalb nehme ich den Award für ihn in Empfang“, scherzte Kieran Culkin, der den Preis überreichen sollte.
Wo also war Penn? Sein Management gab bisher kein offizielles Statement dazu ab, doch laut „NY Times“ hatte Penn vor, in die Ukraine zu reisen. Der Schauspieler ist für seinen politischen Aktivismus bekannt, drehte bereits 2022 die Dokumentation „Superpower“ über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
Penn war zum sechsten Mal nominiert und gewann dieses Jahr für seine Rolle in „One Battle After Another“. Es gibt übrigens noch eine Theorie zu seinem Fernbleiben: Hatte er einfach keine Lust auf die strikten Rauch-Vorschriften im Saal? Bei den Globes sah man ihn noch Zigaretten qualmend am Tisch. Das wäre bei den Oscars streng verboten.
Meme-Alarm: Der neue Look von Leonardo DiCaprio und Pedro Pascal
Sean Penn war nicht der einzige, der fehlte: Im Netz wurde der Schnurrbart von Pedro Pascal schmerzlich vermisst. Der Schauspieler zeigte sich erstmals glattrasiert – der neue Look sorgte für gemischte Reaktionen. Lustigerweise tauchte dafür Leonardo DiCaprio mit einem an Pascal erinnernden Schnauzer auf. Die Memes ließen nicht lange auf sich warten.
Nostalgie-Trend: Die Nacht der Reunions
Was funktioniert, wird wiederholt: Nicht nur bei Superhelden-Filmen setzt Hollywood oft auf Fortsetzungen. Im April kommt etwa der zweite Teil von „Der Teufel trägt Prada“ in die Kinos – ganze 20 Jahre später. Auf der Oscar-Bühne überreichten Hauptdarstellerin Anne Hathaway und „Vogue“-Ikone Anna Wintour deshalb gemeinsam einen Preis. „Wie findest du mein Outfit?“, fragte Hathaway die gefürchtete Modeexpertin, die als Vorbild für Meryl Streeps Rolle im Film diente. „Und die Nominierten sind...“, ignorierte Wintour scherzhaft die Frage.
Ebenfalls gemeinsam auf der Bühne, obwohl diese Fortsetzung angeblich geplatzt ist: Die „Brautalarm“-Darstellerinnen Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Rose Byrne, Ellie Kemper und Maya Rudolph überreichten den Preis für die beste Filmmusik.
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Der Sieg, der berührte
Für den größten Jubel sorgte der Sieg von Michael B. Jordan für seine Doppelrolle als Zwilling in „Sinners“. Die Oscars sind berüchtigt dafür, kaum schwarze Schauspieler und Schauspielerinnen auszuzeichnen. Entsprechend emotional war seine Rede. „Ich stehe hier, weil es Leute gab, die den Weg bereitet haben“, sagte der 39-Jährige und nannte dann unter anderem die Schauspiel-Legenden Sidney Poitier, Denzel Washington und Halle Berry.