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Plagiats-Prozess: Nemo vor Gericht

Ist Clownfisch Nemo eine Raubkopie? Ein französischer Autor wirft dem Disney-Konzern vor, sich ungeniert aus seinem Kinderbuch bedient zu haben.

Clownfisch Nemo kommt vor Gericht: Ein französischer Autor wirft dem Disney-Konzern Plagiat und Geschäftsschädigung vor. Der Prozess um den Kino-Kassenhit "Findet Nemo" wurde nach Angaben eines Pariser Gerichts auf den 23. Februar verschoben. Mitte Dezember hatte Autor Franck Le Calvez gegen Disney Klage erhoben. Er hatte Mitte November 2002 die Geschichte "Pierrot le poisson-clown" (Pierrot, der Clownfisch) als Kinderbuch herausgegeben. Das Drehbuch dazu ließ er 1995 urheberrechtlich schützen, die Zeichnung seines Clownfisches im Februar 2003. Das Aussehen des Fisches und die Handlung sind "Findet Nemo" verblüffend ähnlich.

Le Calvez verlangt, dass Disney jegliche Filmwerbung mit Nemos Bild sowie den Verkauf jeglicher Nebenprodukte einstellt. "Viele Buchhändler haben mein Buch wegen Nemo nicht genommen. Von den 2000 Exemplaren kamen nur 600 in den Handel", erklärte der Autor, der für die Herausgabe des Buches eigens den Verlag Flaven Scene gegründet hatte. Der Zeichentrickfilm "Findet Nemo", der vier Oscar- Nominierungen erhielt, war 2003 in Frankreich mit mehr als 7,9 Millionen Zuschauern größter Kino-Kassenhit.

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