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"Die letzten Jedi": Ist das Kino kaputt? Diese "Star Wars"-Szene sorgt für Verwirrung

Anstelle eines lauten Knalls gibt es in "Star Wars: Die letzten Jedi" in einer Szene zehn Sekunden Stille. Ein toller Effekt - der leider nicht von jedem verstanden wird. Viele Zuschauer beschweren sich.

"Star Wars: Die letzten Jedi"

Eine Szene aus "Star Wars: Die letzten Jedi" sorgt bei vielen Fans für Verwirrung: Vizeadmiral Amilyn Holdo (Laura Dern) rammt mit ihrem Raumschiff einen Sternenkreuzer der Ersten Ordnung. Für zehn Sekunden bleibt der Ton weg.

Diese Szene gehört zu den eindrucksvollsten Momenten in dem neuen "Star Wars"-Film: Die Rebellen-Führerin Leia Organa will mit ihren Truppen flüchten, Vizeadmiral Holdo (Laura Dern) ist allein auf dem Raumschiff der Rebellen zurückgeblieben, um die Verfolger aufzuhalten. Und so steuert sie direkt auf den feindlichen Sternenkreuzer der Ersten Ordnung zu.

Man könnte nun einen gewaltigen Knall erwarten, doch Regisseur Rian Johnson hat sich für den Moment des Aufpralls etwas Besonderes einfallen lassen. Anstatt den Geräuschpegel bei dem ohnehin schon lauten Film noch weiter ansteigen zu lassen, entschied sich Johnson für den entgegengesetzten Weg: Er drehte den Ton für zehn Sekunden ab.

Viele "Star Wars"-Zuschauer kapieren's nicht

Der Effekt ist unglaublich - wenn man ihn denn versteht. Und genau das scheint offenbar nicht bei jedem Zuschauer der Fall zu sein. Viele amerikanische Kinogänger glaubten irrtümlich, die Lautsprecher im Kino seien ausgefallen oder es handele sich um einen Filmfehler.

In einigen Kinos der Kette AMC wurde mit einem Schild reagiert, das die Zuschauer explizit auf die Szene vorbereitet. Der Film enthalte nach etwa einer Stunde und 52 Minuten eine Sequenz, in der für zehn Sekunden der Ton komplett wegbleibe, heißt es darauf. "Während sich die Bilder weiter bewegen, werden Sie nichts hören." Das sei vom Regisseur so beabsichtigt.


Darüber haben sich wiederum einige Filmfans lustig gemacht, und so sah sich die Kinokette AMC zu einer Stellungnahme genötigt. Ein Unternehmenssprecher sagte der "Vanity Fair", das Schild sei lediglich in zwei von 660 AMC-Kinos aufgestellt worden. "Es wurde vergangene Woche entfernt, bevor die Medien darüber berichtet haben."

Trotz dieser kleinen Irritationen bleibt der Film auf Erfolgskurs. Allein in Deutschland haben "Star Wars: Die letzten Jedi" in den ersten Wochen rund drei Millionen Menschen gesehen. Doch auch hierzulande haben nicht alle die besagte Szene verstanden. In einigen Vorstellungen reagierten Zuschauer mit Unverständnis. 

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