stern-Interview mit Bradley Cooper "Ich sah meinen Vater sterben, das nahm mir die Angst"


Es sollte ein stern-Interview über Männer werden, zum Start seines neuen Films "Hangover 3". Aber dann begann Hollywood-Star Bradley Cooper von seinem Vater zu erzählen.

Bradley Cooper gilt als einer der begehrtesten Schauspieler Hollywoods. Er wurde zum "Sexiest Man Alive" gekürt, jetzt kommt "Hangover 3" ins Kino. Und Erneut zeigt sich, dass Cooper keine Angst hat, sich vor der Kamera zum Affen zu machen. Den Grund dafür sieht Cooper in seiner Familie, wie er im Interview mit dem stern verrät: "Ich bin in einer ziemlichen Macho-Familie aufgewachsen, alle meine Verwandten waren 'typische' Männer, taff und verantwortungsbewusst. Aber sie waren eben auch wunderbare Clowns." Das gelte für alle Männer, die er bewundere, so Cooper: "Männlichkeit verbinden wir immer mit Ernsthaftigkeit, aber für mich ist viel wichtiger, dass Männer auch lachen und doof sein dürfen."

Alter Ego seines Vaters

Die Vorbilder scheinen abgefärbt zu haben, Cooper entwickelte sich mehr und mehr zu einem Alter Ego seines Vaters: "Ich lese zwar heute keine Comics mehr", wundert sich Cooper, " aber alles, was ich früher an meinem Vater so langweilig fand, mache ich heute selbst mit dem allergrößten Vergnügen." Der Tod seines Vaters war ein Wendepunkt in seinem Leben, er habe "alles verändert". Das war "keine Story" und "kein Film" mehr. Der Schauspieler erzählt, warum es ein Geschenk war, dabei gewesen zu sein, als sein Vater starb. "Ich habe im Krankenhaus in seinem Zimmer geschlafen. Ihn sterben zu sehen, hat einen Hebel in meinem Hirn umgesetzt."

Als Kind war Cooper von der Idee besessen auf eine Militärakademie zu gehen: "In meinen Augen wussten Soldaten mehr vom Leben als andere Menschen – weil sie dem Tod näher standen. Und ich hatte Angst vorm Tod."

Zudem fühle sich Cooper so gar nicht als Hollywoodstar. Er fahre "U-Bahn und Bus" und brauche keine "Leibwächter oder verdunkelte Limousinen." Seine Berühmtheit genießt der Frauenheld nur bedingt. Er weiß um die Schattenseiten des Ruhms. "Wenn ich abends mit Freunden am Telefon quatsche, wissen die schon genau, was ich den Tag über gemacht habe – sie haben es im Internet gelesen."

sd

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