Teil 1 Der Herr der Ringe - Die zwei Türme


Beinahe ein Jahr ist es her, dass Amöben-Fans und Hardcore-Ringler mehr oder weniger friedlich vereint in der Schlange standen. Denn egal woher das Tolkien-Wissen stammt; vor der Kinokasse sind alle gleich.

Echte, eingefleischte Herr der Ringe-Fans sind ein Phänomen. Die wissen auf Anhieb, welche Farbe die Haare auf Frodos Füßen haben und wo der Fanggornwald liegt. In den Augen dieser Hobbit-Extremisten bin ich wahrscheinlich mit einer Amöbe gleichzusetzen. Mir ist es nämlich völlig gleichgültig, dass die bezaubernde Arwen im ersten Film mit einem Säbel (eine emanzipierte Frau - na und?) rumfuchtelt und Aragorn mehr ein Conan für Weicheier als der geborene Führer ist.

Was uns eint? Die Vorfreude auf den nächsten Film. Beinahe ein Jahr ist es her, dass Amöben-Fans und Hardcore-Ringler mehr oder weniger friedlich vereint in der Schlange vor den Kinos standen. Ob das Tolkien-Wissen aus der Muttermilch stammt oder man die Bücher nur plump gelesen hat – vor der Kinokasse sind alle gleich.

So wird es wieder sein, wenn am 18. Dezember der nächste Film an den Start geht. Wie auch das zweite Buch heißt er »Die zwei Türme«. Keine Überraschungen. Während Star-Trek-Fans monatelang über die Handlung des nächsten Filmes spekulieren müssen, können sich Herr der Ringe-Anhänger in aller Ruhe auf Ausstattung und Detailtreue konzentrieren.

So finden sich auf den unzähligen Fan-Seiten im Internet Bild-für-Bild-Fotostrecken von allen Trailern, die in homöopathischen Häppchen an die geifernde Anhängerschaft verteilt wurden. Jedes Bild, das Komparsen und Kabelträger vom Filmset schmuggeln konnten, wird in den Chats und Diskussionsforen wie ein heiliger Gral verehrt.

Die Story? Ach ja, da war noch was...

Nachdem Frodos Freunde Merry und Pippin von sabbernden Orks entführt wurden, nehmen Aragorn, Legolas und der Zwerg Gimli die Verfolgung auf. Mehrere parallele Handlungen erzählen anschließend, was den getrennten Gefährten auf ihren Wegen widerfährt.

Die entführten Hobbits können den Orks entkommen, als die Gruppe von Reitern aus Rohan angegriffen wird. Die beiden Halblinge flüchten daraufhin in den Fanggornwald, wo sie auf Baumbart und seine Ents treffen. Zusammen mit den riesenhaften Hütern des Waldes machen sie sich auf, den verräterischen Zauberer Saruman zu vernichten.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Gandalf, der seine Wiedergeburt erlebt. Im ersten Teil scheinbar von einem Ungeheuer getötet, taucht er überraschend wieder auf. Gemeinsam mit den Ents und den Kriegern von Rohan zerstört Gandalf Sarumans Festung Isengart.

Einen schwere Zeit liegt vor dem Ringträger Frodo, der mit seinem Freund Sam auf dem Weg nach Mordor ist. Der Ring wird für Frodo zur unerträglichen Last...

Jochen Knecht


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