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93. Academy Awards Zeremonie im Bahnhof und Stars ohne Masken: So laufen die Oscars ab

Oscars 2021
Die Union Station ins Los Angeles (l.), Renée Zellweger und Brad Pitt gehören bei den Oscars 2021 zu den Laudatoren
© Frazer Harrison/Getty Images; Christopher Victorio/imageSPACE / AFP / Picture Alliance
Am Sonntag findet in Los Angeles zum 93. Mal die Oscar-Verleihung statt. Aufgrund der Corona-Pandemie läuft in diesem Jahr vieles anders beim wichtigsten Filmpreis der Welt.

Im vergangenen Jahr ging noch alles wie geplant über die Bühne, bevor das Coronavirus die gesamte Welt lahmlegte. Doch 2021 wird alles anders bei der Oscar-Verleihung, das beginnt schon mit dem Termin. Die ursprünglich für 28. Februar angesetzte Veranstaltung musste auf den 25. April verschoben werden. Erst dreimal in der über 90-jährigen Oscar-Geschichte war das bisher der Fall: 1981 wegen des Attentats auf US-Präsident Ronald Reagan, 1968 nach der Ermordung von Martin Luther King und 1938 nach einer Flutkatastrophe in Los Angeles.

Am kommenden Sonntag heißt es also wieder "And the Oscar goes to ..." – allerdings an zwei verschiedenen Orten in Los Angeles. Neben dem traditionellen Dolby Theatre kommt das Bahnhofsgebäude Union Station zum Einsatz. Das Bauwerk aus den Dreißigerjahren diente schon mehrfach als Filmkulisse, etwa in den Blockbustern "Dark Knight Rises", "Blade Runner" und "Pearl Harbor". Nun soll die historische Wartehalle zum Festsaal mit Bühne umgebaut werden. Der Zugverkehr soll trotz der Gala ganz normal weiterlaufen. Welche Teile der Zeremonie im Bahnhofsgebäude und welche im Dolby Theatre stattfinden, darüber haben die Veranstalter noch keinen exakten Angaben gemacht.

Oscars 2021: Nur 170 Gäste im Saal

Klar ist nur, dass die Plätze im Saal auf 170 Personen begrenzt sind statt der sonst üblichen 3000 Menschen. Je nach Kategorie werden die Anwesenden wechseln. Regisseur Glenn Weiss, der die Show für das US-TV verantwortet, sagte der Zeitschrift "People": "Es wird eine sehr intime Feier mit den Nominierten." Alle Besucher müssen mindestens drei negative Corona-Tests vorlegen und werden vorab einer Temperaturmessung unterzogen. Wenn die Kameras auf die Nominierten gerichtet sind, dürfen sie die Masken ablegen – in allen anderen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.

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Nominierte, die nicht vor Ort in Los Angeles teilnehmen können, sollen von verschiedenen Standorten in der Welt zugeschaltet werden. Live-Musikauftritte wird es nicht geben. Die fünf Nominierten für den besten Song haben vorab ihre Performances aufgezeichnet. Diese werden in der Sondersendung "Oscars: Into The Spotlight" vor der eigentlichen Preisverleihung gezeigt.

Oscars 2021: Der rote Teppich fällt aus

Verzichten müssen Fans auch auf das traditionelle Schaulaufen auf dem roten Teppich. Das wurde in diesem Jahr ebenso gestrichen wie ein prominenter Gastgeber, der durch die Show führt. Dafür treten zahlreiche Stars und Vorjahressieger als Laudatoren auf. Dazu zählen die Schauspieler Brad Pitt und Joaquin Phoenix sowie ihre Kolleginnen Halle Berry und Renée Zellweger.

Am Ende, so sagte es Regisseur Steven Soderbergh im Interview mit "Vanity Fair", wollen die Oscar-Organisatoren das machen, was alle  Beteiligten wohl am besten können: Die komplette Zeremonie wie einen riesigen Filmdreh inszenieren.

Quellen:  "Vanity Fair", "Variety", "People", "Hollywood Reporter"

jum

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