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Bekanntgabe der Nominierungen: Mary J. Blige ist große Grammy-Favoritin

Soul-Diva Mary J. Blige hat mit ihrem Album "The Breakthrough" bei den Grammy-Nominierungen den Durchbruch geschafft. Die 35-Jährige führt das Feld mit acht Nominierungen an. Im Bereich Klassik können sich auch Deutsche Hoffnungen machen.

Gleich in acht Kategorien ist die Soul-Sängerin Mary J. Blige für einen Grammy nominiert. Die 35-Jährige wurde bei der Bekanntgabe der Favoriten unter anderen in den Hauptkategorien bestes Lied und beste Aufnahme für ihren Titel "Be Without You" aufgestellt. Die kalifornische Rockband Red Hot Chili Peppers, die bereits 1993 einen Grammy gewonnen hat, geht mit sechs Nominierungen in das Rennen um die weltweit wichtigsten Preise der Musikindustrie.

Der britische Schmusesänger James Blunt hat Chancen auf fünf Grammys, unter anderem als bester neuer Künstler und für die beste Darbietung eines Popsängers. Auf ebenfalls fünf Nennungen kam das aufsässige Country-Trio Dixie Chicks. Sie treten mit ihrem Album "Taking The Long Way" gegen den Popsänger John Mayer ("Continuum") sowie den Briten Gnarls Barkley ("St. Elsewhere") und Justin Timberlake ("FutureSex/LoveSounds") in der prominentesten Kategorie Album des Jahres an. Mehrfache Grammy-Aussichten haben auch der Funk-Veteran Prince, Produzent Rick Rubin sowie die Black Eyed Peas.

Neun Billboard Awards

Blige hatte ihr bisher erfolgreichstes Album "The Breakthrough" bereits im vergangenen Dezember herausgebracht. Es verkaufte sich weltweit sechs Millionen Mal und brachte der Sängerin erst am Montag neun Billboard Awards und im November zwei American Music Awards ein. Ihr Song "Be Without You" konkurriert in der Kategorie Beste Aufnahme des Jahres mit James Blunts Hit "You're Beautiful", "Not Ready To Make Nice" von den Dixie Chicks, Gnarls Barkleys "Crazy" und Corinne Bailey Raes "Put Your Records On".

Christina Aguilera ist unter den Favoritinnen für den Preis an die beste Popsängerin und das beste besungene Popalbum ("Ain't No Other Man"). Zu den besten Nominierten gehören auch Paul McCartney und Daniel Powter.

Die Trophäen für musikalische Bestleistungen dieses Jahres werden am 11. Februar 2007 im Rahmen einer großen Gala im Staples Center von Los Angeles vergeben - in der Rekordzahl von 106 Kategorien. Sie erfassen ein breites Spektrum von Pop über Jazz und Klassik bis hin zu Polka und spezieller Kindermusik.

Deutsche mit Chancen bei den Klassik-Grammys

Deutsche Musiker sind traditionell überwiegend im klassischen Bereich zu finden. So ist das Freiburger Barockorchester gleich doppelt nominiert worden. Mit der Mozart-Oper "La clemenza di Tito" unter Leitung von René Jakobs haben die Freiburger Aussichten, als weltweit bestes Klassikalbum ausgezeichnet zu werden. Ergänzt um den RIAS-Kammerchor steht die Aufnahme auch auf der Liste der besten Opern. Weitere Nominierungen in der Klassiksparte gab unter anderem für Bass-Bariton Thomas Quasthoff, Spitzengeiger Gidon Kremer und "Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker".

In der Kategorie bester Soloauftritt mit Orchester können gleich drei deutsche Klangkörper punkten: Das Leipziger Gewandhausorchester mit Solist Nelson Freire und Dirigent Riccardo Chailly, das Rundfunk- Sinfonieorchester Saarbrücken mit Solist Peter Sheppard Skaerved und Dirigent Christopher Lyndon-Gee sowie die Berliner Philharmoniker mit Solist Leif Ove Andsnes und Dirigent Antonio Pappano. Für die Sparte des besten Produzenten klassischer Aufnahmen wurde Manfred Eicher mit seinem Münchner Label ECM nominiert.

DPA / DPA