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Berlin Festival mit verkürztem Programm Bloß kein neues Duisburg!


Musikalischer Höhepunkt der Berlin Music Week, Konzertmarathon, Partymeile: Das Berlin Festival muss viele Erwartungen erfüllen. Überraschend wurde es vorzeitig beendet - aus Furcht vor einer Massenpanik wie bei der Loveparade in Duisburg.

Samstagfrüh um 2.30 Uhr war der erste Tag des Berlin Festivals vorbei. Noch vor dem Auftritt des berühmten DJs Fatboy Slim brachen die Veranstalter das Festival ab, weil sich zu viele Besucher vor den Einlassschleusen auf dem Flughafen Tempelhof stauten. Seit den schrecklichen Erfahrungen bei der Loveparade in Duisburg sind die Veranstalter sensibilisiert: Eine Massenpanik wegen zu engen Raums mit 21 Toten wie im Ruhrgebiet wollten die Berliner auf keinen Fall riskieren. So endete das Festival auch am zweiten Tag vorzeitig. Nach Polizeiangaben vom Sonntag gab es keine Probleme.

Die Betreiber des Indie-Festivals konnten sich über gute Zahlen freuen, zum Abschluss spielten Stars wie Tricky, Gonzales und Peaches. Alle Karten waren ausverkauft. Sprecher Carsten Stricker rechnete mit mehr als 20 000 Gästen auf dem stillgelegten Flughafens.

Während die irische Punk-Band Cast of Cheers am Freitag um 14.00 Uhr noch vor rund 150 Leuten das Festival eröffnet hatte, strömten in den nachfolgenden Stunden immer mehr junge Menschen unter das riesige Flughafenvordach und in zwei Hangars, wo überall Bühnen standen.     Im Laufe der Nacht drängte schließlich alles zur Bühne des Hangars 4, dessen Eingänge schließlich verstopften.

Trotz der späten Stunde waren noch viele Besucher auf dem Gelände, die von 3.30 Uhr an den Auftritt von Fatboy Slim erleben wollten. Der Abbruch war, so die Veranstalter, im Sinne größtmöglicher Sicherheit: Die Ereignisse der Loveparade überschatten alles. "Mit Sicherheit hat man Duisburg im Hinterkopf gehabt", so Sprecher Sven Städtler. "Wir wollten vermeiden, dass es zu Verletzten kommt."

Bereits zum fünften Mal wurde das Festival ausgerichtet, dabei zum ersten Mal unter dem Dach der Music Week und zum zweiten Mal in Tempelhof.

Anna Schürmann, DPA DPA

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