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Charlie Watts: Stones-Drummer hat Krebs

Der Schlagzeuger der Rolling Stones, Charlie Watts, ist an Kehlkopfkrebs erkrankt. Laut Band-Sprecher sei Watts jedoch "in guter Form".

Wie der Band-Sprecher am Samstagabend sagte, wird der Musiker bereits seit vier Wochen im Royal Marsden-Krankenhaus im Londoner Stadtteil Chelsea mit einer Strahlentherapie behandelt. Die Erkrankung Watts (63), der bereits in den 60er Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatte, sei bei einer kleineren Operation im Juni festgestellt worden, hieß es weiter.

Die Therapie werde noch zwei Wochen dauern. Watts sei in "guter Form", sagte der Sprecher: "Er erwartet eine vollständige Genesung und hofft, mit dem Rest der Band noch im Lauf dieses Jahres wieder gemeinsam arbeiten zu können." Derzeit hätten die Stones ohnehin eine Pause von Aufnahmen und Konzerten eingelegt.

Watts - Motor der Stones

Während dieser schwierigen Lebensphase werde der "Ruhige" der Rollings Stones von seiner Frau Shirley, seiner Tochter Seraphina, Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood und dem früheren Stone Bill Wyman unterstützt. Watts ist bereits seit 40 Jahren verheiratet und lebt nach Angaben der "Times" das Leben eines Gentlemans, der auf seinem Landsitz in Devon Pferde züchtet. Er rauche nicht, trinke nicht und habe zu einem früheren Zeitpunkt gesagt, Kaffee sei mittlerweile die stärkste Droge, mit der er sich stimuliere.

Watts wird auch als Motor der weltweit erfolgreichsten Rockband bezeichnet. 1962 stieß er, von der Band Alexis Korner and Blues Incorporated kommend zu Jagger, Richards, Wyman und Bryan Jones und brachte bei den Rolling Stones seine Liebe für Jazz und Blues ein. Neben seiner Arbeit als Schlagzeuger bei den Stones tourte Watts unter anderem auch mit einer Big Band für Swing und Jazz-Klassiker.