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ESC 2012 Polizei stoppt Protest in Baku


Zwei Wochen vor dem Finale des Eurovision Song Contest in Aserbaidschan hat die Polizei eine Demonstration in der Hauptstadt Baku verhindert. Die Protestierenden waren für die Freilassung von politischen Gefangenen auf die Straße gegangen.

Nach Eintreffen der ersten Gäste zum Eurovision Song Contest (ESC) hat die aserbaidschanische Polizei in Baku spontane Proteste von Regierungsgegnern verhindert. Mindestens zehn Menschen seien bei der nicht genehmigten Kundgebung in der Hauptstadt abgeführt worden, berichteten Medien am Montag. Reporter der unabhängigen Agentur Turan sprachen von einem wahllosen Vorgehen der Sicherheitskräfte. Der Oppositionsführer hatte im Gespräch angekündigt, die internationale Aufmerksamkeit zum ESC für die Proteste nutzen zu wollen.

Teilnehmer der Kundgebung riefen "Freiheit!" und forderten einen besseren Schutz ihrer Eigentumsrechte. In der Hauptstadt sind nach inoffiziellen Schätzungen seit 2009 mehr als 4000 Gebäude abgerissen worden. Viele Bewohner beklagen, dass sie zwangsenteignet und nicht angemessen entschädigt worden seien. Die autoritäre Führung steht international wegen Menschenrechtsverstößen in der Kritik.

Zwei Wochen vor dem ESC-Finale begannen die ersten Gäste mit den Proben, darunter das russische Omi-Ensemble Buranowskije Babuschki (Omas aus Buranowo). ESC-Teilnehmer etwa aus Irland und Dänemark nutzten die sommerlichen Temperaturen am Kaspischen Meer, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Die deutsche Delegation mit dem Sänger Roman Lob wird erst an diesem Donnerstag in Baku erwartet. Die erste Probe ist an diesem Samstag geplant. Das Grand-Prix-Finale geht am 26. Mai in der von Deutschen gebauten Arena Crystal Hall über die Bühne. Lob hat mit der Ballade "Standing Still" die Startnummer 20.

jar/DPA DPA

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