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Eurovision Song Contest: Gracia wehrt sich

Wegen des Manipulationsverdachts ist Deutschlands Grand-Prix-Teilnehmerin Gracia von mehreren Kollegen zum Startverzicht aufgefordert worden. Jetzt schlägt die 22-Jährige zurück.

Trotz massiver Kritik von Musiker-Kollegen will Sängerin Gracia weiter beim Eurovision Song Contest singen. "Ich fahre auf jeden Fall zum Grand Prix", sagte die 22-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Ich wüsste auch nicht, warum ich zurücktreten sollte." Zuvor hatten Interpreten wie Nicole, Guildo Horn oder Nino de Angelo Gracia in einem offenen Brief aufgefordert, wegen der Manipulationsvorwürfe gegen ihren Produzenten David Brandes nicht in Kiew aufzutreten.

"Das sind Neider"

"Ich bin von Deutschland gewählt worden und werde diesen Auftrag erfüllen", sagte Gracia weiter. Die Vorwürfe gegen ihren Manager seien nach wie vor nicht bewiesen, betonte sie. "Ich finde es deshalb ganz schlimm, dass ich von allen möglichen Leuten vorverurteilt werde. Das sind Neider, die meine Karriere zerstören wollen."

Auf ihren Auftritt beim Song Contest freue sie sich nach wie vor, betonte die Sängerin. "Schließlich haben meine Fans mich gewählt. Alles andere ist für mich unwichtig."

Gracia stellt sich hinter ihren Manager

Chancen rechnet sich die 22-Jährige auch trotz der Vorwürfe in Kiew noch aus. "Mein Lied 'Run & Hide' ist gut, daran ändern auch die unbewiesenen Vorwürfe gegen meinen Manager nichts", sagte sie. "Was hat er denn Schlimmes gemacht", zitierte das Blatt die 22-Jährige weiter. "Wir sind nach wie vor ein Team und gehen gemeinsam durch diese schwierige Phase."

Zuvor hatten zwölf ehemalige deutscher Grand-Prix-Teilnehmer Gracia aufgefordert, angesichts der Vorwürfe auf einen Auftritt in Kiew zu verzichten: "Du singst nicht für Dich, sondern für Dein Land. Solange der Verdacht der Manipulation auf diesem Lied liegt, schadet der Auftritt nicht nur Deiner Karriere, sondern auch dem Ansehen Deutschlands", hieß es in einem offenen Brief.

DPA / DPA