HOME

Freddie Mercury starb vor 20 Jahren: Die größte Rampensau der Rockgeschichte

Seine Fans verehren ihn noch heute für seine extravagante Bühnenshow, der "Rolling Stone" zählt ihn zu den 20 besten Sängern aller Zeiten: Freddie Mercury, Frontman der legendären Band Queen, ist vor 20 Jahren gestorben.

Vor 20 Jahren, am 24. November 1991, verlor die Musikwelt einen ihrer charismatischsten Sänger: Freddie Mercury. Geboren wurde Farrokh Bulsara, wie Mercury mit richtigem Namen hieß, am 5. September 1946 auf Sansibar. 1970 gründete der Sohn einer aus Indien stammenden persischen Familie zusammen mit dem Schlagzeuger Roger Taylor und dem Gitarristen Brian May die Glamrock-Band Queen. Ein Jahr später kam Bassist John Deacon hinzu. Der Bandname stammt von Mercury, der auch Sänger und Frontmann war.

Mercury gehört zu den großen Rampensäuen der Musikgeschichte und war für seinen extravaganten Lebensstil bekannt. Der Sänger fiel immer wieder mit schrillen Kostümen auf. Seine Konzerte mit Queen, die 20 Jahre lang in der gleichen Besetzung spielten, waren perfekt durchchoreografierte Bühnenshows. Dank zahlloser Hits wie "Bohemian Rhapsody", "We are the Champions", "Radio Ga Ga" oder "I want to break free" füllte das Quartett in aller Welt mühelos Stadien und Arenen.

Neben seinen hervorragenden Qualitäten als Performer verfügte Mercury über eine brillante Stimme mit einer außergewöhnlichen Spannweite von dreieinhalb Oktaven. Für das Musikmagazin "Rolling Stone" gehört er zu den 20 besten Sängern aller Zeiten.

Schillernd als Künstler, schillernd als Mensch

Schon mit seiner Band Queen lebte Mercury seine Neigung zu klassischer Musik und Bombast aus. In seinen Soloarbeiten ging er damit noch weiter: 1987 nahm er mit der Opernsängerin Montserrat Caballe den von ihm komponierten, bombastischen Song "Barcelona" auf

Genauso schillernd wie seine Musikkarriere war Mercurys sexuelles Leben: Zunächst lebte er noch in Beziehung mit seiner Freundin Mary Austin, später bekannte er sich zu seiner Homosexualität. In den 80er Jahren lebte Mercury zeitweise in München, teilte seine Wohnung mit der Schauspielerin Barbara Valentin und war häufig in der dortigen Schwulenszene unterwegs. Von 1985 bis zu seinem Tod war er mit dem Iren Jim Hutton liiert.

Im Februar 1990 erhielten Queen schließlich den Brit Award für ihre herausragenden Leistungen. Freddie Mercury, Roger Taylor und Brian May nahmen den Preis entgegen - es sollte einer von Mercurys letzten öffentlichen Auftritten sein. Schon lange hatte es diesbezüglich Gerüchte gegeben, doch erst am 23. November 1991 informierte Mercury die Öffentlichkeit über seine Aids-Erkrankung. Einen Tag später war er tot, gestorben an den Folgen einer Lungenentzündung. Freddie Mercury wurde nur 45 Jahre alt.

che