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Friedrich Liechtenstein: Dieser Mann ist "supergeil"

Sieben Fragen an den Berliner Elektropop-Entertainer Friedrich Liechtenstein, dessen Werbevideo "Supergeil" im Internet durch die Decke geht und sogar in den USA Kultstatus errungen hat.

Hat Hollywood schon angerufen?
Nein. Aber ich warte darauf.

Was fangen Sie mit dem vielen Geld jetzt an?


Hat sich das schon rumgesprochen, dass ein Klick kein Geld ist?

Aber Edeka hat doch sicher tief in die Kasse gegriffen, um einen supergeilen Darsteller wie Sie anzuheuern.


Ich würde mal sagen, ein Polizist verdient mehr als ich.

Wenn ein Underground-Star wie Sie plötzlich etwas rein Kommerzielles macht, sind die alten Fans oft sauer. Bekommen Sie das zu spüren?


Also ich habe meine Fans nicht verloren. Die wissen, wie ich drauf bin. Ich habe schon die unterschiedlichsten Sachen gemacht, und die wissen, dass ich meine Seele nicht verkauft habe. Ich bin ja ich geblieben. Die freuen sich für mich. Die sagen, Mensch, ich hab's ja immer schon gesagt, du bist der Geilste!

Wie kann man als Kunstfigur so glaubwürdig und authentisch rüberkommen?
Ich habe halt immer schon straight mein Ding gemacht. Ich versuche, so klar wie möglich zu sein. Ich mag meinen Beruf sehr und ich freue mich, wenn die Leute sich über mich freuen.

Wie nennt man eigentlich diese Darstellungsform, die Sie im Werbespot aufführen?


Ich glaube, das nennt man Sprechgesang. Ich habe mir einfach bei jedem Wort was gedacht und das so gut performt, wie ich kann. So, wie man das als Schauspieler gelernt hat.

Was kommt als Nächstes?


Hollywood. Und im März erscheint mein neues Album, das heißt Bad Gastein. Ab 15. März gibt es den ersten Song, und dann kommen die so peu à peu alle raus. Am 6. Juni ist es dann komplett.

Interview: Silke Müller