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"Prime Air" Amazon will Pakete per Drohne ausliefern – US-Luftfahrtbehörde genehmigt Testläufe

Amazon will Liefer-Drohnen in den USA testen
So sah die Liefer-Drohne aus, die Amazon vor vier Jahren erfolgreich in Cambridgeshire, Großbritannien, testete
© Amazon / AP Photo / Picture Alliance
Vor sieben Jahren stellte Amazon erstmals eine Liefer-Drohne vor – damals hielt man es für einen raffinierten PR-Gag. Heute ist klar, dass es der Versandriese ernst meint. 

Ein solcher Antrag lag wahrscheinlich erstmals auf dem Tisch der Luftverkehrsbehörde FAA: Wie am Montag bekannt wurde, genehmigte sie den testweisen Einsatz von automatisierten Liefer-Drohnen durch Amazon in den USA. Der Online-Händler will damit Pakete in Rekordzeit zu seinen Kunden bringen. Das Unternehmen schränkte jedoch zugleich ein, dass es noch dauern werde, bis Lieferungen per Drohne regulär zum Alltag gehören.

Amazon hatte zum ersten Mal bereits im Jahr 2013 eine Lieferdrohne vorgestellt. Seitdem wurden wiederholt neue Modelle gezeigt, zuletzt im vergangenen Jahr. Diese elektrische Drohne mit sechs Rotoren soll in einem Umkreis von bis zu zwölf Kilometern vom Lager fliegen und Bestellungen mit einem Gewicht von bis zu 2,3 Kilogramm befördern können. Dank Sensoren kann sie Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Amazons Plan ist, mit der "Prime-Air"-Flotte Einkäufe binnen 30 Minuten zu liefern. Die Rede ist zunächst von kleineren Haushaltsartikeln wie Zahnpasta oder Rasierern.

Amazon-Bestellung nach 13 Minuten an der Haustür

Zuvor testete Amazon den Drohnen-Service bereits in Großbritannien, wo 2016 die erste Lieferung damit erfolgte. Ein Kunde hatte dort einen "Fire-TV"-Videostreaming-Stick und eine Tüte Popcorn innerhalb von 13 Minuten nach dem Abschicken seiner Bestellung erhalten, wie Amazon-Chef Jeff Bezos damals bei Twitter verkündete. In den USA testet bereits die Google-Schwesterfirma Wind Warenlieferungen per Drohne zusammen mit der Drogeriekette Walgreens und dem Paketdienst FedEx. Bevor reguläre Lieferungen beginnen können, muss die FAA noch grundsätzliche Regeln für automatisierte Drohnenflüge festlegen, zum Beispiel auch in Bezug auf Lärm-Grenzwerte. Außerdem gibt es noch kein System zur Überwachung des Luftraums in niedriger Höhe, in der die Drohnen unterwegs sind.

sve DPA

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