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Helge Schneider: Applaus für Weihnachtslieder im Juni

Umjubelt: Helge Schneider, Blödel-Barde und exzellenter Musiker, wurde bei seinem ersten Konzert seiner Solo-Tour "Füttern verboten" in Berlin gefeiert.

Applaus für Weihnachtslieder kurz vor Sommeranfang: Mit der für ihn typischen Mischung von viel Nonsens, schrägen Tönen und Blödeleien ohne Pause hat der Komiker Helge Schneider am Dienstag in Berlin offiziell seine neue Solo-Tour begonnen. Das Programm steht unter dem Motto "Füttern verboten" und gleicht in weiten Teilen der vorherigen Show "Verzeih mir - Baby!".

Umjubelt

Obwohl es nur wenig Neues gab, wurde der Blödel-Barde von den rund 3000 Fans im gut besuchten "Tempodrom" von der ersten bis zur letzten Minute umjubelt. Selbst bei der Äußerung "Hier gibt es so viele bekloppte Typen, mit welcher Selbstverständlichkeit die herumschleichen?!" hörten die Helge-Fans nicht mit dem Klatschen auf.

Reichlich zwei Stunden lang wanderte der 48-Jährige auf der Bühne von einem Instrument zum Nächsten, begeisterte vor allem mit seinen Klassikern wie dem zehn Jahre alten Stück "Katzeklo" und der Nonsens-Nummer "Fitze fitze fatze" und überraschte mit einem Weihnachtsliedermedley. "Ich wollte nicht mehr den Affen für Euch machen und habe mich jetzt beim Arbeitsamt als Lohnempfänger angemeldet", witzelte der Komiker mit Blick auf den Titel seiner Show.

Quatschmachter - diesmal ohne Band

Nach mehreren abgebrochenen Ausbildungen und vielen Auftritten als Jazz-Musiker steht der in Mülheim/Ruhr lebende Musiker, Komiker und Multiinstrumentalist seit 20 Jahren als Entertainer - oder im Schneider-Jargon "Quatschmacher" - auf der Bühne; das erste Mal seit sechs Jahren nun wieder ohne Band.

Vor wenigen Monaten erst erschien sein neuer Thriller "Aprikose, Banane, Erdbeer - Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur" und startete sein aktueller Film "Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm". Nun sind 75 Auftritte mit der Bühnen-Show in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant. Nächste Stationen sind: Berlin: 9./10. Juni Münster: 17./18. Juni Wolfhagen: 19. Juni Hamburg: 24./25. Juni

Sophia-Caroline Kosel/DPA / DPA