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Oper "Metanoia" enttäuscht Kopflose Uraufführung ohne Schlingensief


Das Experiment ist missglückt: Weil Christoph Schlingensieg zwei Tage vor Probenbeginn starb, versuchte das Ensemble der Berliner Staatsoper, die Aufführung ohne Regisseur auf die Bühne zu bringen. Doch Schlingensief fehlt an allen Ecken und Enden.

Der Start der Berliner Staatsoper Unter den Linden an neuer Wirkungsstätte ist gestern Abend beim Publikum nur mit kurzem und bravem Applaus quittiert worden.

Die Uraufführung der Oper "Metanoia - über das denken hinaus" von Jens Joneleit eröffnete die Spielzeit im Schiller Theater, dem Ausweichquartier der Staatsoper für die kommenden drei Jahre. Ursprünglich sollte Christoph Schlingensief die Regie für das Auftragswerk übernehmen, er starb jedoch zwei Tage vor Probenbeginn Ende August.

Die Leitung des Opernhauses entschloss sich daraufhin, das Werk ohne Regisseur aufzuführen. Ein Experiment, das nun als misslungen bewertet werden muss: Ohne Handlung hinterließ die Oper ihre Zuschauer offensichtlich ratlos zurück.

APN APN

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