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Musikproduzent behauptet Quincy Jones: "Michael Jackson hat viele Songs geklaut"

Quincy Jones beim Secret Genius Awards in Los Angeles am 01. November 2017
Der Musiker, Produzent, Komponist und Arrangeur Quincy Jones ist seit über 60 Jahren im Musikgeschäft
© Richard Shotwell/ / Picture Alliance
Musiklegende Quincy Jones sorgt derzeit mit einem Interview für Aufsehen. Darin behauptet er unter anderem, Michael Jackson habe Songs geklaut und sei zudem gierig gewesen. Auch an den Beatles lässt er kein gutes Haar. 

Im Musik-Geschäft macht Quincy Jones keiner was vor. Der Produzent hat schon mit den ganz Großen der Branche zusammen gearbeitet. Sein wohl bekanntester Schützling: Michael Jackson. Der King of Pop und Jones waren eines der erfolgreichsten Musiker-Produzenten-Duos der Musikgeschichte. Doch ausgerechnet an ihm lässt Jones in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin "Vulture" kein gutes Haar.

"Ich hasse es, damit in die Öffentlichkeit zu gehen“, stellt Jones zu Beginn des Interviews klar. "Aber Michael hat viel geklaut. Er hat viele Songs geklaut. Donna Summer’s 'State of Indiependence' und 'Billie Jean'. Die Noten lügen nicht." Grund dafür sei Jacksons Gier gewesen. So habe er den Keyboarder Greg Phillinganges, der an dem Song 'Don’t Stop ‚Til You Get Enoug' mitgeschrieben hat, nicht einmal mit zehn Prozent daran beteiligen wollen . Auch über Jacksons Schönheits-OPs habe er sich aufgeregt. "Ich habe mich immer darüber lustig gemacht, aber er rechtfertigte sie mit seiner Krankheit. Bullshit."

Michael Jackson (l) und Musikproduzent Quincy Jones stehen am 28.02.1984 in Los Angeles (USA) bei den Grammy Awards.
Jackson und Jones waren eines der erfolgreichsten Musiker-Produzenten-Duos der Musikgeschichte. Sie arbeiteten gemeinsam an den Erfolgsalben "Off The Wall", "Thriller" und "Bad".
© Doug Pizac / DPA

Quincy Jones: Beatles waren die schlechtesten Musiker der Welt

Jackson hätte vielmehr ein Problem mit seinem Aussehen gehabt. "Weil sein Vater ihm dauernd gesagt hat, er sei hässlich und ihn misshandelt hat. Was erwartet man da?" Schlussendlich sei das Narkosemittel Propofol Jacksons Problem gewesen, was Jeden beeinflussen würde. "Egal ob du berühmt bist."

Schließlich kriegen in dem Interview auch die Beatles ihr Fett weg. "Das waren die schlechtesten Musiker der Welt", so Jones. "Paul war der schlechteste Bass-Spieler, den ich je gehört habe. Und Ringo? Reden wir nicht darüber." Weil Ringo für eine Aufnahme zu lange gebraucht habe, habe er den Drummer kurzerhand weggeschickt, um eine Pause einzulegen. Stattdessen habe man Ronnie Verrell, einen Jazz-Schlagzeuger, reingeholt. Der hätte die Aufnahme nach 15 Minuten im Kasten gehabt. Als Ringo zurück kam und bat, ihm die Aufnahme vorzuspielen, meinte dieser nur: „Klingt doch gar nicht so schlecht“. Daraufhin habe ihm Jones geantwortet. "Ja, Motherfucker, weil das nicht Du bist". Dennoch sei Ringo ein großartiger Kerl gewesen.

Zu guter Letzt trifft es auch die irische Band U2. Auf die Frage, ob sie noch gute Musik machen, schüttelt Jones den Kopf: "Ich liebe Bono von ganzem Herzen, aber da ist zu viel Druck auf dieser Band." 

jek

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