HOME

Revue "Casanova": Ein Hoch auf Heesters

Das Geheimnis seiner ewigen Jugend hat er noch nicht preisgegeben. Fest steht, dass Johannes Heesters immer noch fit und beschwingt ist, und das mit 102 Jahren. In Berlin stand er auf der Bühne.

Der Schauspieler Johannes Heesters ist am Dienstagabend im Berliner Friedrichstadtpalast frenetisch gefeiert worden. Es war der Auftakt eines dreitägigen Gastspiels des 102 Jahre alten Operettensängers und Ufa-Filmstars im Rahmen der Revue "Casanova". Dabei sang Heesters, der am 5. Dezember seinen 103. Geburtstag in Wien feiern will, seine alten Erfolge wie "Ich knüpfte manche zarten Bande" aus dem "Bettelstudent", das er er 1934 zum ersten Mal gesungen hat, wie er dem Berliner Publikum erzählte. 1936 drehte er den Operettenfilm in Berlin, danach feierte er jahrelang seine größten Bühnentriumphe in der damaligen Reichshauptstadt.

Zu seinem wohl größten musikalischen Erfolg "Da geh' ich ins Maxim" aus der "Lustigen Witwe" brachte ihm seine Frau Simone Rethel-Heesters die passenden Utensilien des Grafen Danilo auf die Bühne des Friedrichstadtpalastes - den weißen Seidenschal, die weißen Handschuhe und den Zylinder zum Frack. Das Publikum erhob sich von seinen Plätzen und begleitete den Operettenschlager mit einem Klatschmarsch.

"Hoffentlich gefalle ich Ihnen, ich tue was ich kann", sagte Heesters, an einen Flügel gelehnt. Schließlich sang er auch das Lied "Erinnerung", in dem es unter anderem heißt: "Ich habe mein Leben gelebt und mich stets bemüht, den Weg gerade zu gehen." Wenige Stunden zuvor hatte sich Heesters auf dem "Walk of Fame" (Ruhmesweg) vor dem Revuetheater mit seinen Handabdrücken und seinem Namen verewigt, so wie vor ihm schon unter anderem Liza Minnelli, Ute Lemper und Caterina Valente.

DPA / DPA