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Spanischer Stargitarrist: Paco de Lucía ist tot

Er gehört zu den bedeutendsten Flamenco-Gitarristen des 20. Jahrhunderts. Sein Album "Friday Night in San Francisco" verkaufte sich zwei Millionen Mal. Jetzt ist Paco de Lucía mit 66 Jahren gestorben.

Der spanische Stargitarrist Paco de Lucía ist tot. Der Flamenco-Großmeister, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez hieß, sei im Alter von 66 Jahren in Mexiko gestorben, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung von Algeciras im Süden Spaniens am Mittwoch der Nachrichtenagentur DPA mit. Der Tod sei vom Neffen Ramón Sánchez bestätigt worden. Die Familie wolle in den nächsten Stunden weitere Informationen bekanntgeben, hieß es.

Die spanische Nachrichtenagentur efe berichtete unterdessen unter Berufung auf eigene Quellen, Paco de Lucía sei in Cancún einem Herzinfarkt erlegen, als er mit seinen Kindern am Strand spielte.

Der am 21. Dezember 1947 in der andalusischen Hafenstadt Algeciras geborene Gitarris bereicherte den Flamenco mit Elementen der Klassik und des Jazz. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1973 mit dem Hit "Entre dos Aguas". Seine größten Erfolge feierte er aber zusammen mit den Jazzgitarristen Al Di Meola und John McLaughlin. Das Trio spielte ab 1977 zahlreiche Tourneen. Daraus entstand 1981 das Live-Album "Friday Night in San Francisco", das sich weltweit über zwei Millionen Mal verkaufte. Später beschäftigte er sich auch mit klassischer Musik und nahm unter anderem Joaquín Rodrigos berühmtes "Concierto de Aranjuez" auf. 2004 erhielt er den renommierten Prinz-von-Asturien-Preis.

che/DPA / DPA
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