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Nuke Bizzle Rapper prahlt in Song mit millionenschwerem Sozialbetrug – und wird verhaftet


Der US-Rapper Nuke Bizzle prahlte in seinem neuesten Song damit, durch millionenschweren Sozialbetrug reich geworden zu sein. Kurz darauf verhaftete ihn die Polizei. Nun drohen ihm 22 Jahre Haft.

Nuke Bizzle zelebriert im Musikvideo zu seinem neuesten Song "EDD" seinen Reichtum: Er wedelt ständig mit 100-Dollar-Scheinen, trägt Designer-Klamotten und tanzt auf einem großen Balkon, der offenbar zu einer Villa gehört. Solche Videos gehören in der Welt des Raps, in der Materialismus und Prahlerei die Charaktereigenschaften nahezu jedes Künstlers auszeichnen, zum guten Ton. Doch für den US-Rapper hatte die Zur­schau­stel­lung seines vermeintlichen Reichtums nun weitreichende Folgen.

Die Polizei verhaftete ihn vergangenen Freitag, wie die "New York Times" berichtet. Demnach soll Antonio Baines, wie Nuke Bizzle mit bürgerlichem Namen heißt, Sozialbetrug begangen haben. Er verwendete dafür gestohlene Identitäten, um Arbeitslosengeld in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Dollar (umgerechnet zirka 700.000 Euro) zu erschleichen. Die Bundesstaatsanwaltschaft erhob deshalb Anklage. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 31-Jährigen bis zu 22 Jahre Gefängnis.

Alles nur wegen seines Songs "EDD"

Baines' Betrug wäre vermutlich nicht aufgeflogen, hätte er keinen Song veröffentlicht, in dem er über seine Betrugsmasche rappt. Zumal er diesen auch noch "EDD" nannte. Die Initialen stehen für Employment Development Department, das kalifornische Arbeitsministerium. Die Behörde zahlt Sozialhilfen über Debitkarten an Berechtigte aus. Diese funktionieren ähnlich wie Kreditkarten. Allerdings werden sie lediglich mit einer gewissen Summe aufgeladen. Wegen der Corona-Krise erhalten auch freischaffende Arbeiter Geld. Rapper Nuke Bizzle soll sich das zunutze gemacht haben.

Im Musikvideo ist er mit vermeintlichen Briefen und Debitkarten der Behörde zu sehen. Er selbst behauptet, für das Video habe man lediglich Requisiten benutzt. Als die Polizei ihn jedoch festnahm, besaß der Rapper acht Debitkarten, von denen sieben andere Namen trugen.

Quellen: Youtube / "New York Times" / US-Justizministerium

rpw

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