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Konsequenzen nach umstrittener Rede: Popakademie distanziert sich von Xavier Naidoo

Nach seiner Rede vor den rechtspopulistischen "Reichsbürgern" muss Xavier Naidoo nicht mehr nur Kritik einstecken. Die Popakademie, deren Mitinitiator der Sänger ist, distanziert sich von ihm.

Die Popakademie in Mannheim äußert sich Xavier Naidoo gegenüber kritisch

Die Popakademie in Mannheim äußert sich Xavier Naidoo gegenüber kritisch

Nach Xavier Naidoos Rede vor einem rechtspopulistischen Publikum hat die Popakademie Baden-Württemberg die Zusammenarbeit mit ihrem Mitinitiator auf Eis gelegt.

"Wir distanzieren uns von den fragwürdigen und irritierenden politischen Äußerungen und dem Auftritt Xavier Naidoos", erklärte Geschäftsführer Udo Dahmen in Mannheim. Der Sänger hatte am Tag der Deutschen Einheit in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger gesprochen. Diese lehnen die staatliche Ordnung in Deutschland ab.

Der Sänger habe in den vergangenen Jahren an je zwei bis drei Tagen als Gastdozent Workshops zum Thema Songwriting gegeben, sagte Dahmen. "Die für die Zukunft geplanten Termine sind von der Direktion der Popakademie ausgesetzt worden bis mit Xavier Naidoo persönlich zum Sachverhalt gesprochen werden konnte."

Die Popakademie schätze Naidoo als langjährigen Förderer und Dozenten. "Irritiert haben wir die mediale Berichterstattung über seine Auftritte in Berlin zur Kenntnis genommen. Wir kennen ihn als geradlinigen und sozial engagierten Menschen."

stb/DPA / DPA
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