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Paris: Notre-Dame zerfällt - Erzbischof will Kirche mit Crowdfunding retten

Die weltberühmte gotische Kirche Notre-Dame muss renoviert werden. Nun sucht der Erzbischof von Paris Hilfe - mit einer Spendenaktion. Auf die Unterstützung der Franzosen kann er dabei nicht hoffen.

Der Bau der Kathedrale Notre-Dame in Paris hat fast 200 Jahre gedauert und zählt zu den frühesten gotischen Kirchengebäuden in Frankreich. 

Der Bau der Kathedrale Notre-Dame in Paris hat fast 200 Jahre gedauert und zählt zu den frühesten gotischen Kirchengebäuden in Frankreich. 

Die Kathedrale Notre-Dame in Paris ist dringend renovierungsbedürftig. Nun versucht der Erzbischof mit einer großangelegten Spendenaktion die Kirche vor dem Verfall zu retten. 

Mit jährlich 12 bis 14 Millionen Besuchern ist die gotische Kirche im Herzen von Paris eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt - das schafft nicht einmal der Eiffelturm."Our Lady of Paris", wie die Pariser sie nennen, hat schon ganze 854 Jahre, zwei Revolutionen und zwei Weltkriege überstanden. Doch Luftverschmutzung und Zerfall durch die Zeit haben den empfindlichen Sandstein stark angegriffen. 

Vor allem die berühmten Wasserspeier sind betroffen, aber auch der große Spitzturm mit seiner Darstellung der zwölf Apostel ist gefährdet. Einige Experten warnen davor, dass die Kirche bald nicht mehr sicher sei, wie das Magazin "Time" berichtet. 

Pariser Erzbischof kämpft um eine einzigartige Kirche

Mehrere Jahre stritten Staat und Kirche darum, wer für die Restaurierung aufkommen muss. Da die Kirche offiziell dem französischen Staat gehört, waren die zuständigen Priester der Meinung, nicht für die Renovierungsarbeiten zahlen zu müssen. Doch durch die strikten Säkularisierungsgesetze kann die französische Regierung nur rund zwei Millionen Euro im Jahr beisteuern. Damit sind nur oberflächliche Arbeiten abgedeckt.

Nun sucht der Erzbischof von Paris Hilfe bei Fans der gotischen Sehenswürdigkeit. Mit der eigens dafür ins Leben gerufenen Initiative "Friends of Notre Dame", versucht er, in den nächsten fünf bis zehn Jahren rund 100 Millionen Euro zusammenzutragen. 

Aus Paris werden wenig Spenden erwartet

Wie der Präsident von "Friends of Notre Dame", Michel Picaud, der Zeitung "The Guardian" sagte: "Wasserspeier sind es, die Menschen sehen wollen, wenn sie nach Paris kommen. Wenn es keine Wasserspeier mehr gibt, was sehen sie dann?"

Auf die Unterstützung der Franzosen kann der Erzbischof nicht hoffen, da sie traditionell wenig für Kirchen spenden. Den Großteil des Geldes hofft man im Ausland, vor allem in den USA sammeln zu können, erklärt ein Sprecher der Kathedrale Notre-Dame gegenüber "Time".

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