VG-Wort Pixel

Sie spielte "Phoebe Buffay" Scharfe Kritik an Kult-Sitcom: Lisa Kudrow äußert sich zur fehlenden Diversität in "Friends"

Lisa Kudrow
Lisa Kudrow spielte in "Friends" die quirlige Phoebe Buffay
© Willy Sanjuan/Invision/AP / DPA
Für manch einen wirkt "Friends" wie aus der Zeit gefallen. Zu weiß, zu wenig Diversität, beklagen Kritiker. Dazu hat Lisa Kudrow jetzt Stellung bezogen. 

Fans lieben an "Friends", dass die Kult-Sitcom zeitlos ist. Denn sie behandelt die großen Themen des Lebens: Freundschaft, Liebe, berufliche Werdegänge, verbunden mit einer großen Portion Humor. Für andere ist "Friends" jedoch das Gegenteil.

Kritische Stimmen behaupten schon lange, die Sitcom sei aus der Zeit gefallen. Mit sechs weißen, heterosexuellen Held:innen fehle es "Friends" an Diversität, so der Vorwurf. 

"Friends": Lisa Kudrow versteht, warum Diversität fehlt

Die Kritik wendet sich damit in erster Linie an die "Friends"-Macher, David Crane und Marta Kauffman, die Freunde waren, bevor sie die Geschichte der sechs New Yorker seriell erzählten. Mit "The Daily Beast" hat Lisa Kudrow, die in "Friends" die schräge Masseurin Phoebe Buffay spielt, zu den Kritikpunkten Stellung bezogen. 

"So wie ich es sehe, wurde die Serie von zwei Leuten entwickelt, die an der Brandeis Universität waren und über ihr Leben nach dem College geschrieben haben", sagte Kudrow. "Und bei Serien, vor allem, wenn es sich um eine Komödie handelt, die von den Charakteren lebt, schreibt man, was man kennt", stellte sie klar.

Laut Kudrow hätten Kauffman und Crane "kein Recht" dazu gehabt, die Erfahrungen von Schwarzen Menschen aufzuschreiben, wenn sie sie selbst nie gemacht hätten. 

Kauffmann ist die fehlende Vielfalt peinlich

Kauffman selbst hat sich mit der Kritik an ihrer Sitcom ebenfalls auseinander gesetzt. Auch wenn sie ihre Entscheidung, "Friends" damals so zu schreiben und zu besetzen, im Nachhinein nicht mehr ändern kann, hat sie sich vorgenommen, daraus für die Zukunft zu lernen. "Ich möchte von nun an bei jeder Produktion, die ich mache, darauf achten, dass ich bewusst People of Color einstelle und aktiv junge Schwarze Autoren suche", sagte sie der "Los Angeles Times".

"Ich möchte wissen lassen, dass ich von jetzt an anders handeln werde. Und dann werde ich mich unbelastet fühlen", erklärte sie und betonte, ihr sei die fehlende Vielfalt "peinlich".

Quellen: "The Daily Beast" / "Los Angeles Times"

+++ Lesen Sie auch +++

David Schwimmer und Jennifer Aniston ein Paar? Warum sich "Friends"-Fans zu früh freuen

Die "Friends"-Reunion zeigt, worin die unvergleichliche Magie der Sitcom liegt

ls

Mehr zum Thema



Newsticker