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Nostalgie pur Die "Friends"-Reunion zeigt, worin die unvergleichliche Magie der Sitcom liegt

"Friends"-Reunion
Die Magie der sechs "Friends"-Stars ist noch immer da
© Warner Bros. Television / Picture Alliance
Zum ersten Mal seit Ausstrahlung des Finales von "Friends" sind Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc, Matthew Perry und David Schwimmer wieder vor Kameras zusammengekommen. Neben viel Nostalgie durften sich Fans über pikante Details freuen. 

Spoiler-Warnung: Dieser Text verrät Inhalte der "Friends"-Wiedersehensshow (ab jetzt bei Sky zu sehen).

Mit dem Wort "Where" hörte "Friends" vor über 15 Jahren auf. Wo sie noch einen Kaffee trinken könnten, fragte Chandler Bing (Matthew Perry) damals in der letzten Folge der Kult-Sitcom. Eine absurde Frage, das weiß jeder Fan. 

"Friends"-Reunion: So lief sie ab

Fast zwei Jahrzehnte später sind die sechs Schauspieler:innen wieder zusammengekommen. Im heißersehnten Reunion-Special lassen sie die besten Szenen Revue passieren. Doch gleich in den ersten Momenten des TV-Specials, das auf Sky zu sehen ist, zeigt sich, worin die Magie der Serie immer schon lag: Die unvergleichliche Chemie zwischen Aniston und Co. ist auch so viele Jahre nach Drehschluss nicht verloren gegangen. 

Und so werden die sechs zum Glück erstmal alleingelassen. Allein auf dem leeren Set, den zwei Wohnungen, die über Jahre nicht nur für sie selbst zu einer Heimat wurden, sondern für alle Fans auf der Welt. "Could you BE any later?", fragt Jennifer Aniston im Chandler-Ton, als Matthew Perry als letzter das Set betritt. "Wir sind eine Familie", erklärt David Schwimmer und erinnert sich daran, dass die sechs am Anfang der Dreharbeiten noch jedes Mittagessen zusammen einnahmen. Es ist, als hätten sie einen Nostalgie-Knopf gedrückt, der einen als Zuschauer direkt zurück in die 90er Jahre und in das altbekannte "Friends"-Gefühl transportiert. 

Neuer Trailer zur Friends Reunion zeigt die Darstellerinnen von damals.

Kult-Momente werden zum Leben erweckt

Wie die Stars selber auch hat man als Fan direkt Assoziationen im Kopf. Ross, der "Pivot" schreit, Joey, der Monicas Kühlschrank durchforstet. Rachel, die sich in ihrem alten Cheerleader-Kostüm zum Affen macht, Monica, die den Truthahn für Thanksgiving zubereitet. Phoebe, die zwar die traurigste Familiengeschichte hatte, aber die positivste Lebenseinstellung. Oder auch Chandler, der Monica im Wohnzimmer einen Antrag macht. 

Doch es sind nicht nur die sechs Superstars, die sich an ihre Zeit zurückerinnern. Auch anwesend bei der "Friends"-Reunion sind die Macher der Show, die sich damals von ihrem eigenen Leben und ihren Freunden in New York inspirieren ließen. Sie erinnern an den Casting-Prozess und die Tatsache, dass sowohl Matthew Perry sowie Jennifer Aniston in andere Projekte eingespannt waren. Als "Friends"-Fanatiker alles keine unbekannten Fakten und doch ist es schön, mal wieder das Gefühl der Sitcom zu spüren. Es ist ein Gefühl von Geborgenheit, Zuhause, Fröhlichkeit. Ein Gefühl, das auch nach so einer langen Zeit ohne neue Folgen nicht verloren gegangen ist. Anhänger der Sitcom kennen es nur zu gut. 

Beziehung von Rachel und Ross

Den größten Kracher liefern beim Wiedersehen Jennifer Aniston und David Schwimmer, die verraten, dass sie während der gesamten ersten Staffel füreinander geschwärmt haben. Ihr tatsächlich erster Kuss fand vor laufenden Kameras statt. Eine Beziehung miteinander verfolgten beide nie. "Wie gut im Nachhinein. Weil wenn ihr es getan hättet und es nicht funktioniert hätte...", spekuliert Courteney Cox. 

Als die beiden noch mal ihr Skript von damals lesen, wird klar, warum Ross und Rachel eines der TV-Paare der Geschichte sind. Eines dieser Paare, von denen man als Zuschauer immer weiß, dass sie am Ende zueinander finden – und doch viele Hürden nehmen müssen. Nach der Reunion wissen Fans, dass es nicht nur das individuelle Talent der beiden war, das zum Erfolg geführt hat. Sondern echte Gefühle. 

Die sechs finden außerdem eine Antwort auf die alte Frage: Waren Ross und Rachel "on a break"? Die Antwort: "Ja." Ob das die Diskussionen beenden wird? Vermutlich: nein. 

Berühmte Gäste

Die Reunion betont außerdem, welchen Einfluss "Friends" in vielen Ländern der Welt hatte. So werden Zuschauer:innen gefragt, was die Sitcom für sie bedeutet. Unter anderem auch der deutsche Influencer Riccardo Simonetti, der erzählt, dass er immer Haare wie Rachel haben wollte und deshalb als homosexueller Junge zum Außenseiter wurde. 

Jennifer Aniston und Reese Witherspoon spielen eine Szene von vor 20 Jahren nach

Doch auch hochrangige Stars "outen" sich in der Sendung als Fans. David Beckham, die K-Pop-Band BTS, Kit Harington oder auch Malala Yousafzai. Lady Gaga singt mit Lisa Kudrow "Smelly Cat" auf dem Sofa des "Central Perk". Viel zu gut, Gaga hat natürlich nicht einen Funken der krächzenden Phoebe-Buffay-Schreistimme. "Ich finde es trotzdem besser wenn ich alleine singe", resümiert Kudrow lachend.

Neben Gaststars, die nie bei "Friends" involviert waren, treten bei der Reunion auch die altbekannten Nebenrollen auf. Reese Witherspoon als Rachels Schwester, Tom Selleck als Monicas Ex-Freund Richard, James Michael Tyler als "Central Perk"-Barista Gunther, Maggie Wheeler als "OH MY GOD"-Janice – sie alle gehören zur Sitcom wie die Stars selbst. Schwimmer erinnert sich an den Gastauftritt von Sean Penn in einer der Halloween-Folgen und dass er sich geschämt habe, seinem Idol in einem Kartoffel-Kostüm zu begegnen. 

Es sind alles nette Anekdoten, doch um das "Friends"-Gefühl zu beschwören, braucht es nur sechs Menschen: Aniston, Cox, Kudrow, LeBlanc, Perry und Schwimmer. Wie die Macher bei der Reunion sagen: Es wäre eine andere Show geworden ohne auch nur einen der Stars. Ein Glück ist es nie anders gekommen. 

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