Wann haben Sie schon einmal innerhalb von zwei Minuten 500 Euro verdient? Für die Kandidatinnen und Kandidaten der RTL-Show „Wer wird Millionär?“ ist das durchaus Standard. Wer die ersten fünf Fragen fix beantwortet, hat in Windeseile 500 Euro mehr auf dem Konto. Unangenehm wird es immer dann, wenn man direkt zu Beginn strauchelt. So ging es auch einem Kandidaten in der am Montagabend ausgestrahlten Folge. Kevin Sommerfeld aus Niedersachsen scheiterte beinahe an der 100-Euro-Frage. Die lautete: „Nicht nur die Tierpfleger im Zoo kommen sich bei der Arbeit schon mal ...? A: in den Käfig, B: ins Gehege, C: in den Zwinger, D: ins Becken.“
Der 34-Jährige zögerte und sagte zu Moderator Günther Jauch: „Jetzt erwarten Sie sicherlich, dass ich ganz schnell antworte. Ich muss noch einmal drüberlesen.“ Erst wählte er Antwort A: in den Käfig, tendierte dann aber zu B: ins Gehege. Endgültig Verwirrung stiftete Günther Jauch, als er sagte: „Wenn die natürlich an der Nordsee wohnen oder wenn die ein Schwimmbad um die Ecke haben.“ Der Kandidat tippte dann auf Antwort C: ins Becken. „Es wäre eine coole Nummer, wenn ich jetzt jemanden anrufen würde“, sagte er. Schließlich erkannte Kevin Sommerfeld, dass Antwort B korrekt ist. „Das war eine gemeine Frage“, resümierte er.
Bei der 1000-Euro-Frage war der Kandidat erneut ratlos und brauchte die Hilfe des Publikums. Für diese Summe wollte Günther Jauch wissen: „Wobei kann es sich um einen Infinitiv handeln? A: gewackelt, B: gekippt, C: gefallen, D: gebrochen.“ Die korrekte Antwort lautete „gefallen“. „Ich glaube, meine Kollegen und meine Freunde schlagen alle die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie das sehen“, sagte der 34-Jährige.
„Wer wird Millionär?“-Kandidat ist Autobahnpolizist
Deutlich souveräner plauderte er über sein Berufsleben als Autobahnpolizist. Ob es dort zugehe wie in der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“, wollte Günther Jauch wissen. Diese Frage würde ihm fast jeder stellen, der Alltag sehe aber ganz anders aus, berichtete Kevin Sommerfeld. Es könne eher banale Einsätze geben, wie etwa die Kontrolle eines Dachgepäckträgers, „es kann aber auch sein, dass jemand mit drei Promille über die Autobahn fährt und mehrere Verkehrsunfälle verursacht“. Spektakuläre Explosionen, wie sie die Serie „Alarm für Cobra 11" zeigt, seien aber die Ausnahme.
„Die Leute denken ja auch, dass das Auto explodiert, wenn irgendwo Feuer ist. Und selbst wenn es brennt, explodiert es ja nicht so wie bei ‚Alarm für Cobra 11‘“, sagte Jauch. Sein Kandidat erklärte: „Es brennt wie eine große Kerze, eher langsam, und der Tank ist auch geschützt. Ich hatte aber mal einen Gefahrgut-Lkw, der Schwefelsäure geladen hatte und explodiert ist. Danach mussten wir die Autobahn für mehrere Tage sperren.“ Solch ein Einsatz sei selbst für ihn als erfahrenen Polizisten ungewöhnlich gewesen, sagte der Kandidat.
Nach seinem eher holprigen Start bei „Wer wird Millionär?“ ging Kevin Sommerfeld am Ende mit der Gewinnsumme von 16.000 Euro nach Hause. Das Geld wollen er und seine Frau nutzen, um ihre Hochzeit groß nachzufeiern.
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