Um bei "Wer wird Millionär?" möglichst viel Geld zu gewinnen, muss man nicht nur jede Menge wissen, sondern auch seine Joker clever einsetzen. Seit einigen Jahren haben die Kandidatinnen und Kandidaten die Möglichkeit, sich für einen vierten Joker zu entscheiden und jemanden aus dem Publikum zu befragen. Moderator Günther Jauch betont oft, dass es sich dabei um den wertvollsten Joker handele. Trotzdem gehen einige lieber auf Nummer sicher und nehmen drei Joker. Oder wie Jauch zu sagen pflegt: die Schisser-Variante. Drei Joker bedeuten, dass beim Erreichen der 16.000-Euro-Stufe diese Summe gesichert ist und man nicht auf 500 Euro zurückfällt.
Für diesen Weg entschied sich auch Stephanie Schumacher aus Seevetal, die in der am Montagabend ausgestrahlten Folge auf dem Ratestuhl Platz nahm. Die Grundschullehrerin beantwortete die ersten acht Fragen souverän. Bei der 8000-Euro-Frage geriet sie das erste Mal ins Straucheln. Sie lautete: "Welche Zeitschrift kürt alljährlich den 'Sexist Man Alive'? A: Cosmopolitan, B: People, C: Harper's Bazaar, D: Emma." "Ich denke nicht, dass es 'Emma' ist. Mein Gefühl wäre 'Cosmopolitan'", sagte Schumacher sofort und wollte Antwort A einloggen.
"Wer wird Millionär?": Lehrerin liest Frage nicht richtig
Doch Jauch grätschte dazwischen. "Wir haben doch darüber gesprochen, dass in der Grundschule besonders die Lesekompetenz gefördert werden muss. Ich zweifele Ihre Lesekompetenz an", sagte er. In dem Moment erkannte die Kandidatin, dass nicht nach dem Mann mit dem größten Sexappeal, also Sexiest Man Alive, gefragt wurde, sondern nach dem größten Sexisten. "Oh mein Gott, das wird mir auf ewig nachhängen. Das war der Stoff meiner schlaflosen Nächte in der letzten Zeit, dass genau so etwas kommt", sagte Schumacher. Sie entschied sich dann richtig für Antwort D, die Zeitschrift "Emma". "Das war richtig knapp", kommentierte Jauch.
Die 16.000-Euro-Frage meisterte die Kandidatin problemlos. Bei der doppelten Summe fragte sie das gesamte Publikum und 64.000-Euro sicherte sie sich dank ihrer beiden verbleibenden Joker. Schließlich stand sie vor der 125.000-Euro-Frage. Für diese Summe wollte Günther Jauch Folgendes wissen: "In welcher Sportart werden seit einigen Jahren telefonische Hinweise von TV-Zuschauern zu Regelverstößen nicht mehr verfolgt? A: Boxen, B: Schach, C: Golf, D: Beachvolleyball."
"Wenn Sie jetzt noch den Zusatzjoker hätten. Sie werden sehen, wie schön der gewesen wäre", kommentierte Jauch. Seine Kandidatin hatte keine Ahnung und konnte die Frage nicht beantworten. Sie entschied sich dafür, auszusteigen. Doch der Zusatzjoker ließ Jauch keine Ruhe. "Das läuft jetzt unter 'Hätte, hätte, Fahrradkette', aber wer könnte mit der Antwort auf diese Frage etwas anfangen?", wandte er sich ans Publikum. Tatsächlich stand sofort ein Mann auf und erklärte: "Es ist Golf. In Amerika konnte man da anrufen und Fehler melden." An seine Kandidatin gewandt sagte Jauch: "Genau so ist es. Das wäre der Mann Ihres Lebens gewesen."
Etwas mehr Mut zum Risiko und der Einsatz von vier Jokern hätten Stephanie Schumacher also 125.000 Euro bescheren können. Doch die Kandidatin ging lieber auf Nummer sicher und freute sich auch über die gewonnenen 64.000 Euro.
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