Die Quizshow „Wer wird Millionär?“ ist seit 1999 ein Dauerbrenner bei RTL. 13 Kandidaten und drei Promis holten bisher die Million. Über den Erfolg entscheidet am Ende nicht nur das eigene Wissen, sondern auch der Einsatz der Joker. Die meisten Millionen-Gewinner, so erklärte es Moderator Günther Jauch in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung, hätten die Höchstsumme mithilfe von drei Jokern gewonnen. Sein Kandidat Philip Elsner entschied sich trotzdem für vier Joker. Der 49-Jährige nahm auf dem Ratestuhl Platz und meisterte die ersten acht Fragen ohne Probleme. Doch dann begann sein Joker-Pech.
Für die Summe von 8000 Euro war die korrekte Schreibweise des Adjektivs „akkurat“ gesucht. Zur Auswahl standen: „A: akurat, B: akkurat, C: akurrat, D: akkurrat.“ Elsner zögerte und hatte die richtige Lösung nicht sofort parat. „Da schnaufen alle durch. Das ist immer lustig bei diesen Fragen", freute sich Günther Jauch. Der Kandidat setzte den Publikumsjoker ein, erhielt jedoch kein eindeutiges Ergebnis. 61 Prozent sprachen sich für die Schreibweise „akurat“ aus, 35 Prozent waren für „akkurat“.
Günther Jauch: „Das ist scheiße jetzt“
„Was soll ich denn damit anfangen?“, beklagte sich der Kandidat. Günther Jauch brachte es auf den Punkt: „Das ist scheiße jetzt.“ Sein Kandidat entschied sich gegen die Mehrheit des Publikums, tippte auf Antwort B: akkurat – und lag damit richtig. „Das ist noch mutiger, als den Joker gar nicht zu nehmen“, urteilte Jauch.
Eine noch größere Herausforderung wartete bei der 32.000-Euro-Frage. Sie lautete: „Welches war 2024 mit über 320.000 dort wohnenden Deutschen das beliebteste Land deutscher Auswanderer in Europa? A: Spanien, B: Schweden, C: Schweiz, D: Slowenien.“ Die Länder Schweden und Slowenien schloss Philip Elsner direkt aus. Die Schweiz ist ziemlich restriktiv, was Einwandern angeht. Insofern bleibt also nur Spanien übrig“, sagte er.
„Wer wird Millionär?“: Spanien oder Schweiz – Hauptsache auswandern
Um sich abzusichern, setzte er den 50:50-Joker ein. Dabei blieben ausgerechnet Spanien und die Schweiz stehen. In seiner Not zückte der Kandidat den nächsten Joker und rief einen Bekannten an. Doch der zögerte am Telefon so lange, dass die Zeit abgelaufen war, bevor eine Antwort kam. Als letzte Möglichkeit blieb Philip Elsner, jemanden aus dem Publikum zu fragen. Er entschied sich für einen Mann, der erzählte, dass seine Cousine nach Spanien ausgewandert sei. Ich kenne ganz viele, die auf Mallorca ein Haus haben. Es ist definitiv Spanien. In der Schweiz arbeiten sehr viele, aber auswandern ist da nicht. Spanien ist die Antwort“, sagte der Mann aus dem Publikum.
Für den Kandidaten wirkte die Erklärung überzeugend. „Ich vertraue dem Herrn. Es ist tatsächlich Spanien“, sagte er und loggte die Antwort ein. Doch die Ernüchterung folgte umgehend, denn es war falsch. Das beliebteste Land deutscher Auswanderer in Europa sei die Schweiz mit 323.000 Menschen, erklärte Günther Jauch. In Spanien lebten hingegen nur 128.000 Deutsche.
Philip Elsner verballerte damit nicht nur erfolglos drei Joker, sondern fiel auch auf 500 Euro zurück. Er versuchte, sein Pech mit Humor zu nehmen, und erkundigte sich bei Jauch direkt nach dem sogenannten „Loser Special“ von „Wer wird Millionär?“. „Das machen wir manchmal, wenn es besonders tragisch ist. Müssen wir mal schauen, ob es dafür reicht. Vielleicht sehen wir uns noch einmal wieder. Irgendwo, irgendwie, irgendwann“, sagte Jauch zum Abschied.
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