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"Sky"-Premiere von Harald Schmidt: "Dirty Harry" sendet im kleinen Kreis

Dass Harald Schmidt auf seinem neuen Sender "Sky" auf den einen oder anderen Zuschauer verzichten muss, war abzusehen. Doch bei so wenigen dürfte selbst "Dirty Harry" das Lachen vergehen.

Harald Schmidt hat mit der Premiere seiner Late-Night-Show im Bezahlfernsehen 60.000 Abonnenten vor den Bildschirm gelockt. Bei seinem Abschied von Sat.1 im Mai dieses Jahres waren es noch 660.000 gewesen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem gestrigen Start", sagte ein Sprecher des Pay TV-Senders Sky. "Die Harald Schmidt Show erzielte gestern Abend auf Sky Hits auf Anhieb eine Nettoreichweite von 60.000 Sehern. Hinzu kommen noch die Zahlen über die weiteren Ausstrahlungswege." Der Bezahlsender liefert seine Sendungen unter anderem auch auf das iPad. Dazu lagen zunächst noch keine Zahlen vor. Die zweite Ausstrahlung bei Sky Atlantic lag unter der Messbarkeitsgrenze.

Dabei ist die Zahl 60.000 optimistisch gerechnet. Denn "Nettoreichweite" bedeutet lediglich, dass diese Anzahl der Zuschauer mindestens eine Minute eingeschaltet haben. Über eine längere Zeit guckten nur 20.000 zu. Nach der Werbung waren es nur noch halb so viele. Das entspricht einem Marktanteil von 0,1 Prozent. Und das ist selbst für "Sky" wenig. Mit Filmen, Serien und erst recht mit der Bundesligaberichterstattung begeistert der Sender deutlich mehr Menschen.

Harald Schmidt passe "perfekt zur Strategie von Sky, die konsequent Qualität und nicht Quote in den Mittelpunkt stellt", wurde der Programmchef Sky Deutschland, Gary Davey, in einer Mitteilung zitiert. Sky hat insgesamt rund 3,1 Millionen Abonnenten.

swd/DPA / DPA
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