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"Tatort"-Twitterschau: "Ekelprüfung. Jetzt auch im #Tatort"

Ein böser Wurstfabrikant und tölpelhafte Dorfpolizisten: Der Niedersachsen-"Tatort" war klischeebeladen und phasenweise nur schwer zu ertragen. Gut, dass es Twitter gibt.

Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) war in "Der sanfte Tod" auf den Spuren von Gammelfleisch unterwegs - und musste sich zum Schluss durch ein ekelhaftes Schlachthof-Labor kämpfen

Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) war in "Der sanfte Tod" auf den Spuren von Gammelfleisch unterwegs - und musste sich zum Schluss durch ein ekelhaftes Schlachthof-Labor kämpfen

Es gibt "Tatort"-Folgen, die sind so spannend, dass es auf Twitter ziemlich ruhig ist. Und dann gibt es welche, die sind so langweilig, dass es auf Twitter sehr turbulent zugeht. Der Niedersachsen-"Tatort" mit Maria Furtwängler gehört zu letzteren: Die Tweets der Mitgucker waren der einzige Grund, nicht auszuschalten. Ein böser Wurstfabrikant, der alles dem Profit unterordnet und selbst Tote dafür in Kauf nimmt. Eine aufrechte Kommissarin, die nicht nur gegen den Wurstfabrikanten, sondern auch noch gegen ihre Vorgesetzten kämpfen muss, weil die Angst vor politischen Konsequenzen haben. Ja, natürlich kann aus so einem Grundgerüst etwas Spannendes machen. Muss man aber nicht, wie die "Tatort"-Folge "Der sanfte Tod" eindringlich zeigte. Klischee reihte sich an Klischee, ein erhobener Zeigefinger folgte dem anderen - damit dem Zuschauer auf keinen Fall entgeht, dass profitorientierte Fleischmassenproduktion und Billigstpreise böse sind.

Doch es war nicht alles schlecht, denn gleich zu Beginn erschien ein bekanntes Gesicht auf dem Bildschirm:

Aber es dauerte nicht lange, bis sich in den Köpfen eine gewisse Lähmung breit machte, weil die Geschichte so dahinplätscherte. In solchen Situationen kommen scheinbar simple - aber berechtigte - Fragen auf Twitter gut an:

Obwohl zur selben Zeit auf dem Bildschirm ein Verführungsversuch stattfand - der böse Wurstfabrikant Landmann hatte Gefallen an der aufrechten Kommissarin Lindholm gefunden und diese zum romantischen Grillen eingeladen. Und versuchte, sie mit einem einfachen Rezept von sich zu überzeugen:

Für alle Nicht-"Tatort"-Gucker oder Früher-"Tatort"-Ausschalter: Natürlich war der böse Wurstfabrikant erfolglos. Die aufrechte Kommissarin weiß schließlich, was sich gehört.

Huch, fast hätte man die eine Action-Szene des Abends verpasst. Denn Kommissarin Lindholm zückte die Pistole:

Doch nicht nur die Handschrift vom "Tatort"-Kollegen Til Schweiger entdeckten die Twitternutzer. Nein, auch das Dschungelcamp von Privatsender RTL hatte im öffentlich-rechtlichen Abend seine Spuren hinterlassen, als die Kommissarin sich ihren Weg durch die Schlachthof-Reinigung kämpfen musste:

Zum Schluss: Der "Tatort" in einem Tweet? Bittesehr:

ukl