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"Wer wird Millionär?": Ein Betrüger bei Jauch

Täuschungsversuch bei "Wer wird Millionär": Erstmals in der Geschichte der Quizsendung wird ein Gewinnbetrag nicht ausgezahlt. Der Betrüger wollte doppelt abkassieren.

Konkret geht es RTL zufolge um den 39-jährigen Reinhold S. aus Tuntenhausen-Ostermünchen, der in der Folge vom 10. April dieses Jahres 64.000 Euro erspielt hatte. RTL habe "den begründeten Verdacht, dass Reinhold S. bereits vor drei Jahren unter einem anderen Namen an der Quizshow teilnahm und 500 Euro erspielte". Auf den Studioaufnahmen von damals sehe der Mitspieler dem heutigen Kandidaten S. zum Verwechseln ähnlich. Er selbst bestreite die doppelte Teilnahme.

Nach Angaben des Senders wurde ein Zuschauer auf den Kandidaten aufmerksam. "Auf Grund der falschen persönlichen Angaben, die die zweite Teilnahme am Quiz erst möglich gemacht haben, wird der Kandidat nun nachträglich disqualifiziert", so ein RTL-Sprecher. Darüber hinaus werde der Gewinn der zweiten Teilnahme in Höhe von 64.000 Euro nicht ausgezahlt. Was mit diesem Geld passiert - dazu machte der Sender bisher keine Angaben.

Als generelle Regel bei "Wer wird Millionär" gilt, dass die Kandidaten, die es einmal auf den "heißen Stuhl" geschafft haben, kein zweites Mal antreten dürfen. "Eigentlich benachteiligt sind die neun anderen Kandidaten, die es nicht ins Spiel geschafft haben. Daher erhalten sie von uns eine neue Chance und dürfen baldmöglichst noch einmal antreten", sagt Moderator Günther Jauch.

Ausnahme wegen falscher Antworten

Eine Ausnahme gab es im Oktober letzten Jahres, als der Quiz-Kandidat Matthias Pohl eine zweite Chance erhielt. Auf die 500.000-Euro-Frage "Welcher Nobelpreisträger für Physik war mehrfacher Fußballnationalspieler seines Landes?" hatte er die Antwort nicht gewusst. Danach hatte sich aber herausgestellt, dass keine der vier vorgegebenen Antworten richtig war. Der Münchner Journalist hatte aber auch beim zweiten Versuch, eine Halbe-Million-Frage richtig zu beantworten, kein Glück. Er gab auf und verließ die Sendung mit einem Gewinn von 125.000 Euro.

DPA / DPA
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