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"Wort zum Sonntag": Moralpredigt der ARD in der WM-Halbzeitpause

In der Partie England - Italien ist Halbzeit, und die Zuschauer freuen sich auf eine Pause. Doch die ARD lässt das nicht zu: "Halt! Laufen Sie nicht weg!" Dann folgt eine Predigt zum Fremdschämen.

Mit dem "Wort zum Sonntag" an diesem Wochenende hat die ARD - unfreiwillig - für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Weil die Nation auf der Fußball-Welle surft, sollte natürlich auch die sonntägliche Predigt im Ersten ein Fußball-Thema aufgreifen.

Gesagt, getan. Das abstrakte Thema "Seitenwechsel" wurde zum Motto der Sendung. Präsentiert wurde das Ganze von der Frankfurter Pastoralreferentin Verena Maria Kitz, die eine so hölzerne Performance ablieferte, dass sich einen Tag später die Netzgemeinde über die Moralpredigt köstlich amüsiert.

Der kurze Vortrag begann mit den Worten: "Halt! Laufen Sie nicht weg jetzt gleich zum Getränkeholen für die zweite Halbzeit! Ich möchte Ihnen was sagen." Wohlwissend, dass das Publikum vor dem Fernseher gerade kaum für abstrakte Moralpredigten à la "Sie sollten mal ihr Leben überdenken" empfänglich war. Doch Kitz dachte sich wohl, dass ja schließlich gerade auch die Spieler in der Kabine ins Gebet genommen würden. Die Zuschauer mussten da jetzt durch.

"Huch, die spielen ja auf das falsche Tor"

Die Pastoralreferentin erklärte, wie überraschend für sie im Fußball der Seitenwechsel in der Halbzeit käme ("Huch, die spielen ja auf das falsche Tor") und - mit genialer Überleitung - wie man auch im Privatleben einen "Seitenwechsel" herbeiführen könne. Derjenige, der sonst das Bier holt, solle einfach mal sitzenbleiben und sich selbst bedienen lassen.

Doch das ging Kitz noch lange nicht weit genug. Auch die Verantwortlichen der Weltmeisterschaft in Brasilien sollten doch mal mit den Bewohnern der Favelas die Seiten wechseln. Und Kaffee-Trinker in Deutschland sollten doch auch mal auf Plantagen in Brasilien für einen Hungerlohn schuften. Zu guter Letzt folgte dann noch das obligatorische Jesus-Zitat. "Was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen." Mit dieser schwermütigen Vorstellung sorgte die Pastoralreferentin wohl für eine Menge Verwirrung. Die Twitter-Gemeinde amüsiert sich jetzt jedenfalls köstlich über den Auftritt:

Wer sich das “Wort zum Sonntag“ selbst nochmal anschauen möchte, hier der Link:

amt
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(