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Christine Prayon fürchtet Populismus "Wer schlägt für Islamisten eine Zwangsernährung mit Speck und Schnaps vor?"

Die Schauspielerin Christine Prayon lächelt
Christine Prayon ist den Fans der "Heute Show" als "Birte Schneider" ein Begriff
© Horst Galuschka/ / Picture Alliance
Christine Prayon tritt in der "Heute Show" als "Birte Schneider" auf. Dem stern sagte Prayon, wo sie die Grenze zwischen Humor und rechtem Gedankengut überschritten sieht.

Die Kabarettistin Christine Prayon hat Angst davor, dass rechtes und rechtsextremes Gedankengut in der bürgerlich-konservativen Mitte salonfähig wird. Im Interview mit dem stern sagte Prayon, die in der "Heute Show" im ZDF regelmäßig unter dem Künstlernamen Birte Schneider auftritt: "Plötzlich bedienen Leute den Stammtisch, die bisher als gemäßigt, vernünftig, liberal galten. Grüne Politiker. Oder Leute, die behaupten, Kabarett zu machen."

Christine Prayon kritisiert Dieter Nuhr

Prayon findet, dass einzelne Komiker Ressentiments schüren, indem sie sich "wie der humoristische Arm von Pegida" gerieren. Gefragt, wen genau sie damit meint, antwortete sie dem stern: "Wer schlägt für Islamisten eine Zwangsernährung mit Speck und Schnaps vor? Die AfD-Frau Weidel? Der Sozialdemokrat Sarrazin? Der oder Komiker Dieter Nuhr?"

Ihre eigenen Auftritte bezeichnet Prayon als Mut machend: "Vielleicht kann ich dem einen oder anderen Zuschauer das Gefühl mitgeben: Ja, da gibt’s zum Glück eine, die so denkt wie ich!"

Christine Prayon fürchtet Populismus: "Wer schlägt für Islamisten eine Zwangsernährung mit Speck und Schnaps vor?"
Oliver Creutz/anb

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