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Rückkehr von "Twilight Zone" So witzig kündigt eine schottische Zeitschrift Trumps Amtseinführung an

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© Screenshot/Twitter
Ein TV Guide ist meist eine eher humorlose Angelegenheit. Doch im schottischen "Sunday Herald" hat sich ein Autor mal richtig Luft gemacht – und kündigt Trumps Amtseinführung als Opener zu einer Science-Fiction-Serie an.

Erinnern Sie sich an "Twilight Zone"? Die Science-Fiction-Serie aus den USA behandelte Übernatürliches, Unwahrscheinliches, Mysteriöses – um es kurz zu machen: So ziemlich alles aus dem Bereich Fantasy. Es waren Geschichten, die von unheimlichen Mächten handelten und oft mit Horrorelementen gespickt waren. Geschichten, so meint zumindest ein Autor der schottischen Zeitung "Sunday Herald", wie die vom politischen Aufstieg Donald Trumps.

In seiner TV-Programmvorschau kündigt Damien Love die Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten mit einem Text an, der sich wie eine neutrale Fernsehkritik liest und seither zehntausendfach im Netz geteilt wurde. "Nach langer Abwesenheit kehrt 'The Twilight Zone' mit einer der ehrgeizigsten, teuersten und umstrittensten Produktionen in der Sendungsgeschichte zurück“, schreibt Love. Er verweist darauf, dass Science-Fiction-Autoren sich sonst gern der alternativen Was-wäre-gewesen-wenn-Geschichte bedienen. "Aber dieses riesige, interaktive, virtuelle Reality Projekt, das in den kommenden vier Jahren im Fernsehen, in der Presse und auf Twitter laufen wird, will eine alternative Gegenwart erschaffen."

Die Geschichte, so Love, beginne mit "einer alptraumhaften Version des Jahres 2017, in welcher große Teile der US-Wählerschaft irgendwie dahin getrickst wurden, Donald Trump zum Präsidenten zu wählen." Es klinge weit hergeholt, gibt er zu, und das sei es auch. "Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto gruselig plausibler wird sie." Die Pilotfolge, auf die sich der Text beziehe, konzentriere sich auf die schrille Einweihung des Präsidenten, auf die Proteste und die Verzweiflung, die die Zeremonie begleiteten. Eine fehlerhafte Geschichte zwar, schreibt der Autor. "Aber ein beunruhigender Blick auf die Schrecken, in die wir geraten könnten, wenn wir nicht aufpassen."

Große Aufmerksamkeit für den "Sunday Herald"

Es ist ein nur kurzer Text, der dem "Sunday Herald" seit der Veröffentlichung aber eine enorme Aufmerksamkeit beschert hat. Allein der Facebook-Eintrag des Songwriters Billy Bragg, der einen Screenshot davon gepostet hat, wurde bisher mehr als 120.000 Mal geteilt. Einer der Kommentare darunter, der offenkundig von einem US-Amerikaner stammt: "Du musst wissen, wir haben ihn nicht alle gewählt. Tatsächlich hat die Mehrheit von uns ihn nicht gewählt. Wir entschuldigen uns."

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car

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