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Katja Riemann im stern: "Angst ist eine große Energie"

Die Schauspielerin Katja Riemann erklärt im Gespräch mit dem stern, warum sie die Einsamkeit als Kind zur Schauspielerei brachte und wie sie mit ihren Ängsten umgeht.

Katja Riemann sprach mit dem stern sehr offen über Kindheit, Ängste und ihr Verhältnis zu den Medien.

Katja Riemann sprach mit dem stern sehr offen über Kindheit, Ängste und ihr Verhältnis zu den Medien.

Katja Riemann sieht in ihrer Einsamkeit als Kind ihre Wurzeln als Schauspielerin. "Ich war viel allein. Wenn du kein Gegenüber hast, dann transformierst du das. Dann schreibst du, singst du, tanzt du", sagte die 52-Jährige dem stern in einem Gespräch anlässlich ihres neuen Films "Emma nach Mitternacht". Darin spielt Riemann eine Radiopsychologin, die gleich an ihrem ersten Arbeitstag in eine brutale Geiselnahme verwickelt wird. Der Geiselnehmer, gespielt von Ben Becker, zwingt sie, das Studio zu verlassen und in eine Tankstelle zu kommen, wo er sieben andere Menschen in seine Gewalt gebracht hat.

Als Teenager habe Riemann, so erzählte sie, sich oft als Außenseiterin gefühlt. Nachdem sich ihre Eltern trennten, sei sie als einziges Scheidungskind in ihrer Schulklasse stigmatisiert worden. "Ich war ein Scheidungskind. Das Wort gab es damals wirklich, so wie "Schmuddelkind". Das war eine Stigmatisierung meiner Person", sagte sie. Damals habe sie sehr unter dieser Ausgrenzungssituation gelitten. Auch über ihre Ängste, die ihr jahrelang Probleme im Alltag bereitet hätten, sprach die 52-Jährige, die zu den beliebtesten deutschen Schauspielerinnen zählt, so offen wie selten zuvor. "Das fängt schon an beim Aufstehen und dem Rausgehen aus der Wohnung. Es wird aber besser. Es ist eine Frage des Übens. Seit ein paar Jahren merke ich, meine Ängste werden weniger." Inzwischen habe Riemann erkannt, dass ihre Angst auch ein großer Motor sein könne, den sie für sich als Schauspielerin nutze.

Katja Riemann, die seit Jahren den Ruf hat, ein schwieriges Verhältnis zur Presse zu haben, sagte zudem, dass sie für viele Reporter großen Respekt habe. Vor allem für jene, "die in Zeiten wie diesen an Orte fahren, von denen ich gerne berichtet wissen möchte. An Kriegs- und Krisenorte. Die manchmal ihr Leben einsetzen, um uns Geschichten aus der Wirklichkeit zu erzählen."

Das ganze Gespräch lesen Sie im aktuellen stern.

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