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Krimi "Mordshunger" im ZDF: Die Köchin ermittelt

Ihr Bruder stellt sich als Polizist nicht besonders geschickt an. Da muss Köchin Britta selbst detektivisch tätig werden. Im ZDF-Krimi "Mordshunger" ermittelt sie inmitten skurriler Dorfgestalten.

Landleben, Kochen und ein Krimi: Alle populären Themen vereint das ZDF in der neuen Reihe "Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen". Anna Schudt spielt die kriminalistisch begabte, hübsche Dorfkneipenwirtin Britta Janssen. Da ihr Bruder Max (Aurel Manthei) Chef der örtlichen Polizeiinspektion ist, hat die Hobby-Detektivin praktisch einen familiären Zugang zu den Fällen. Das fiktive Dorf Klein-Beken bietet die Fachwerkkulisse für die nicht immer heile Welt auf dem Lande. Die erste Kostprobe liefert das ZDF an diesem Samstag (21.45 Uhr). Vier Folgen von "Mordshunger" laufen auf dem Sendeplatz, weitere könnten folgen.

Schauspielerin Anna Schudt, 39, hat Erfahrung mit der Aufklärung von Verbrechen. Sie spielt in der ARD im Dortmunder "Tatort" die Hauptkommissarin. Aber die neue Rolle habe mit der im "Tatort" nichts zu tun, versichert sie: "Völlig gegensätzlich" sei das. Kommt der "Tatort" kühl daher, so menschelt es im humoristisch angelegten "Mordshunger" um so mehr. Die Mischung ähnelt "Wilsberg" und den ARD-Eifel-Krimis "Mord mit Aussicht".

Landleben mit allem drum und dran

"Mordshunger" spielt im Bergischen Land östlich von Köln. Aurel Manthei, der Filmbruder Max, ist in der Nähe in Wuppertal aufgewachsen und fühlt sich der Region immer noch verbunden. "Die Menschen sind mehr geerdet", sagt Manthei über das Landleben. Sein Dorfpolizist Max geht unkonventionell vor. Wenn er im Überschwang wichtige Details übersieht, ist die große Schwester zur Stelle. Der eigentlich für Mordfälle zuständige Gummersbacher Kommissar Torsten Wallat (Michael Roll) sieht das natürlich nicht gerne.

Britta und ihr Bruder Max haben ihre Eltern früh verloren. Die Geschwister halten zusammen und leben auf einem Bauernhof: Es sind keine strafversetzten Städter, die wegen eines Misthaufens die Nase rümpfen. Sie kennen das Dorf und seine kauzigen Bewohner, die natürlich in Brittas Kneipe am Tresen stehen.

Die Vegetarierin und die Schweinehälfte

So kommt heraus, dass das Mordopfer eine Großmastanlage verhindern wollte und eine uneheliche Tochter hat, die prompt unter Verdacht gerät. Ausgerechnet mit ihr bandelt Dorfpolizist Max auch noch an. Aber natürlich kennen die beiden sich von früher ("Sowi-Leistungskurs - weißt Du noch?!").

Schauspielerin Anna Schudt ist überzeugte Vegetarierin. Im Finale der ersten Folge muss sie sich in einem Schlachthof verstecken. Da benutzt die kriminalistische Köchin aufgehängte Schweinehälften als Schutzschild gegen ihren Widersacher. Und als am Ende der Fall gelöst ist, lächelt sie ihren kleinen Bruder an: "Darfst Dir was wünschen, was soll ich kochen?".

Ulrike Hofsähs, DPA / DPA
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