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Oliver Kalkofe: "Ich bin der gelbe Sack des deutschen Fernsehens"

Endlich! Nach drei Jahren Pause kommt "Kalkofes Mattscheibe" zurück. Satiriker Oliver Kalkofe nimmt sich sämtliche TV-Scheußlichkeiten der vergangenen Monate vor: "The next Uri Geller", "Bruce" und Astro-TV. Im Interview mit dem stern verrät Kalkofe, was er von Gülcan hält und wie er seine Rolle als Kritiker versteht.

Herr Kalkofe, keiner profitiert von dem Fernsehmüll so wie Sie. Sie sind das Ende der Verwertungskette…

Der gelbe Sack des deutschen Fernsehens.

Sie machen im Fernsehen das Fernsehen schlecht. Sie werden von Pro Sieben bezahlt und veralbern mit Vorliebe Sendungen von Pro Sieben. Sie sind ein Parasit.

Oh ja, das bin ich. Ein lustiger Pickel am Arsch der Unterhaltung.

Benutzt Pro Sieben Sie auch als Feigenblatt?

Auch eine schöne Vorstellung. Die sind eine ganze Zeit lang unten ohne rumgehüpft und hatten Spaß dabei, warum auch nicht, solange einen keiner abholt und ins Heim steckt. Die letzte "Mattscheiben"-Staffel ist drei Jahre her, die neue wurde mehrfach verschoben. Weil vorher einfach zu viel hochwertiges Qualitätsprogramm gesendet werden musste.

Dienstags zeigt Pro Sieben jetzt die Doku-Soap "Gülcan und Collien ziehen aufs Land" - zwei Girlies bewähren sich im Kuhstall. Hinterher wird Gülcan in "Kalkofes Mattscheibe" veräppelt. Geht man so mit Kollegen um?

Ich finde die Leute, die ich parodiere, ja nicht als Person scheiße oder spucke sie auf der Straße an. Es geht um ihre beruflichen Verbrechen. Oft sind es nur fehlgeleitete Menschen, die gar nicht wissen, was sie sich und anderen antun. Gülcan meint das bestimmt nicht böse.

"Kalkofes Mattscheibe" läuft ab dem 24.06. immer dienstags um 23.15 Uhr auf Pro Sieben.

Interview: Kester Schlenz und Alexander Kühn
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