Seriendialog der Woche Eine Stippvisite im mafiösen Norwegen

Seriendialog der Woche: Eine Stippvisite im mafiösen Norwegen

Heute: ein Dialog aus der amerikanisch-norwegischen Serie "Lilyhammer"

Weil: "Lilyhammer" liegt schon seit Monaten bei uns zu Hause rum. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen (in chronologischer Reihenfolge): Eine neue Staffel "Breaking Bad". Eine neue Staffel "True Blood". Urlaub. Das dringende Bedürfnis, die achte Staffel "How I Met Your Mother" erneut zu schauen. Umzug. Keine Lust, eine neue Serie anzufangen. Die neue Staffel "Downton Abbey". Jetzt endlich haben wir uns aufgerafft und "Lilyhammer" in den DVD-Player eingelegt. Sie ist, wie mein Mann so schön sagte, "ziemlich norwegisch". Es hat sich gelohnt, sich wieder auf etwas Neues einzulassen. Seltsam, dass mir manchmal einfach nicht der Sinn nach einer neuen Serie steht. Neue Charaktere in sein Wohnzimmer zu lassen. Sich auf eine Art zu binden - gerade wenn es sich um Serien handelt, von denen es bereits mehrere Staffeln gibt. "Lilyhammer" ist da noch sehr überschaubar, bisher gibt es nur eine Staffel mit acht Folgen. Aber "Doctor Who" zum Beispiel ist eine Serie, die ich sehr gerne mal schauen würde - doch die schiere Masse schreckt mich ab. Wenn mir die Serie gefällt - wovon ich eigentlich ausgehen kann - hieße das, dass ich Monate lang gebunden wäre. Auch wenn mir Whovians bereits gesagt haben, dass es völlig ausreicht, erst beim neunten Doktor einzusteigen. Aber auch das sind mal eben 120 Folgen.

Woraus: "Lilyhammer", Staffel 1, Folge 1. Frank Tagliano, Mitglied der New Yorker Mafia, sagt als Kronzeuge aus und kommt ins Zeugenschutzprogramm. Sein Wunsch: Norwegen, genauer: Lillehammer. Weil er die Olympischen Spiele damals im TV gesehen hat und es dort so schön fand. Der Mafia-Haudegen lernt zwar eifrig Norwegisch, doch an seinem Verhalten ändert er wenig: Er trägt die mafiatypischen Mäntel, löst im verschlafenen Schneeparadies Probleme nach altbekannter Art, macht eine Bar auf. Frank wächst einem trotz seiner rotzigen Art schnell ans Herz, es ist herrlich absurd, wie sich sein Leben mit den Norwegern entwickelt. "Lilyhammer" ist eine amerikanisch-norwegische Koproduktion, die erste Eigenproduktion von Netflix. Die zweite Staffel soll im Januar zu sehen sein. Seit 2012. Läuft in Deutschland derzeit auf dem Pay-TV-Kanal TNT Serie. Außerdem hat sich Arte die Rechte gesichert, ein Termin ist aber noch nicht bekannt. Außerdem: bei iTunes UK und auf DVD (nur Englisch).


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