Seriendialog der Woche Eine wohlige Portion Trash

  • von Ulrike Klode
Seriendialog der Woche: Eine wohlige Portion Trash

Heute: ein Klassiker aus der Soap "Verbotene Liebe".

Weil: Nein. Es wird nie alles gut. Dann würde ja keiner mehr gucken. Ist schließlich eine Soap, da gibt es keine Happy Ends. Der Zuschauer weiß: Wer in der einen Folge noch so etwas wie Glück hat, für den wird es den folgenden Episoden richtig bergab gehen. So funktioniert das eben. Und irgendwie hat eine Soap für mich ihren Reiz: Trash + Vorhersehbarkeit, das tut hin und wieder gut. Angefangen hat das im Studium - schon in der ersten Woche hat mich eine WG-Mitbewohnerin (nein, nicht die Mitbewohnerin, mit der ich immer "Ally McBeal" geschaut habe) eingeladen, mit ihr um 17.55 Uhr "Verbotene Liebe" zu gucken. Sie hat mir am Anfang die wichtigsten Figuren erklärt, damit ich der Handlung folgen konnte. Es hat sich schnell eine Routine daraus entwickelt: Immer, wenn wir beide um die Uhrzeit gemeinsam zu Hause waren, wurde geguckt. Seit einigen Jahren gucke ich "VL" nur noch, wenn ich krank zu Hause bin - um 18 Uhr habe ich schließlich nie Zeit. Und da ich in dieser Woche zwei Tage vergrippt auf dem Sofa lag, konnte ich mir endlich mal wieder die wohlige Portion Trash gönnen. Das reicht jetzt aber auch für die nächsten Monate.

Woraus: "Verbotene Liebe", Folge 4394. Angefangen hat es mit der verbotenen Liebe zwischen Jan und Julia: Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden und sich dann als Erwachsene ineinander verlieben. Doch das ist 17 Jahre her und mittlerweile sind nur noch ganz wenige Charaktere vom Anfang dabei. Worauf man sich verlassen kann: Intrigen en masse, Schicksalsschläge zuhauf, schlechte Dialoge und hölzerne Schauspieler. Seit 1995. Läuft wochentags täglich in der ARD um 18 Uhr.

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