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Seriendialog der Woche: Fundstücke: Joeys Schulden bei Chandler, „Downton Abbey“-Geheimnisse

Unter den Fundstücken: Wie viel Schulden hat Joey bei Chandler? Wie verändern Serien-Marathons die Liebe? Außerdem: Überraschendes vom "Downton Abbey"-Schauplatz und neue Regeln für die Emmys.

Viele, viele bunte Fundstücke - ich war eine Woche im Urlaub und da hat sich einiges angesammelt. Es geht um wichtige Fragen der Liebe: Wie verändern Serien-Marathons die Partnerschaft? Eine andere Frage, die viele umtreibt: Wie viel Geld schuldet Joey Chandler? Außerdem: Überraschendes zu "Downton Abbey", eine "House of Cards"-Parodie. Und natürlich etwas zum Thema deutsche Serien.


(Quelle: Giphy.com)

Echt?! - Es gibt Fragen, die echte Fans auch Jahre später noch beschäftigen. Bei "Friends" ist in keiner Folge wirklich geklärt worden, wie viel Geld Joey Chandler schuldet. Genau diese Frage hat nun jemand bei Reddit gestellt - und gemeinsam haben Fans dort jetzt ausgerechnet, wie hoch die Schulden sind. Den Reddit-Thread gibts hier: "How much did Joey owe Chandler?"Verschiedene US-Seiten haben das aufgegriffen. Zum Beispiel "The Daily Dot": "We Finally Know How Much Joey Owed Chandler At The End of 'Friends'"

Oh! - Das ist was für jeden "Downton Abbey"-Fan: "Buzzfeed" hat Besonderheiten des Schauplatzes zusammengetragen. Mein Lieblingsfakt: Warum im Haus von Lady Violet so viele Zeitungen und Briefe herumliegen.
"Buzzfeed: "8 Surprising Secrets From The 'Downton Abbey'-Set"

Hm. - Die andere Art, Serien zu konsumieren - nämlich möglichst am Stück -, stellt uns vor ganz neue Fragen. Und zwar nicht nur Serienmacher, die sich nun überlegen müssen, was das für das Erzählen bedeutet. Ein Serien-Marathon kann auch Auswirkungen auf die Liebe haben. Ganz banal: Darf ich weitergucken, obwohl meine Liebste/mein Liebster keine Zeit hat? Die "New York Times" hat sich dem Thema angenommen: "Love in the Time of Binge-Watching"

Aha. - Vor ein paar Tagen ist bei Netflix für kurze Zeit die dritte Staffel "House of Cards" aufgetaucht. Alles nur ein Versehen, hieß es von den Verantwortlichen. Ich glaube nicht daran, dass es ein Versehen war, sondern ein sehr guter PR-Gag. Mittlerweile hat sich Beau Willimon, der Showrunner der Serie dazu geäußert:
"Rolling Stone": "'House of Cards'-Showrunner Talks Accidental Season Three Leak"

Nicht schlecht. - Schon wieder Netflix: Die "New York Times" hat sich die angeschaut, wie sich der Streamingdienst weltweit entwickelt. Offizielle Zahlen von Netflix gibt es zwar nicht, aber die Marktforschungsergebnisse sind sehr interessant. Mich hat besonders die Zahl für Deutschland verblüfft, zumal sie von Ende 2014 ist, als Netflix noch ziemlich neu bei uns war. Die Tabelle im Text ist leider auf dem Handy nicht gut zu sehen. "Netflix Taps Into A Growing International Market"

Achso. - Ich dachte bisher immer: Comedy ist Comedy, wenn die Serie lustig ist. Das sieht die für die Emmys zuständige TV Academy längst nicht so. Denn jetzt gibt es neue Regeln für die begehrten Auszeichungen. Zum Beispiel dürfen Serien nun nicht mehr länger als 30 Minuten sein, wenn sie in der Kategorie "Comedy" antreten - damit ist "Orange Is The New Black" keine Comedy mehr. Mehr zu den Änderungen gibt's hier:
"Vulture.com": "The Emmys' Rules Change, 'Orange Is The New Black' No Longer A 'Comedy'"

Mehr zu deutschen Serien - Die Serien haben die Berlinale erobert. Und das Tolle daran: Nicht nur internationale Produktionen wurden dort vorab gezeigt und gefeiert, sondern auch deutsche Werke. "Serienjunkies" hat ein Interview mit einem absoluten Fachmann geführt: Matthjies Wouter Knol, dem Direktor des European Film Market. Er erklärt, warum Serien so wichtig wurden, dass sie nun auch Teil des drittgrößten Filmmarktes der Welt geworden sind, der immer begleitend zur Berlinale stattfindet.
"Serienjunkies.de": "Berlinale 2015: Interview mit EFM-Chef Matthijs Wouter Knol"

Und zum Schluss - Apropos "House of Cards": Die Sesamstraße hat sich die Serie vorgeknöpft und nennt sie "House of Bricks".

@FrauClodette