Cyberattacken, Desinformation und Drohnenattacken, nicht nur auf die Ukraine, prägen seit Jahren die sicherheitspolitische Debatte rund um Russland. Die neue ARD-Dokumentation "ARD Story: Unsichbarer Angriff" lenkt den Blick auf eine bislang wenig beachtete Bedrohung. Es geht um gezielte Störsignale, die den Luft- und Seeverkehr in Europa beeinträchtigen und für wachsende Unsicherheit sorgen sollen.
Im Fokus des Beitrags stehen sogenannte "unsichtbare Angriffe", bei denen Navigationssysteme durch elektronische Störsender manipuliert werden. Diese Eingriffe können dazu führen, dass Flugzeuge oder Schiffe falsche Positionsdaten erhalten – mit potenziell gefährlichen Folgen für den internationalen Verkehr. Die Doku zeigt erstmals detailliert, woher diese Signale stammen und wie systematisch sie eingesetzt werden.
Neues Licht auf einen Flugzeugabsturz
Die Analyse macht deutlich, dass es sich nicht um vereinzelte Störungen handelt, sondern um ein Muster gezielter Einflussnahme. Ziel scheint es zu sein, europäische Staaten zu verunsichern und kritische Infrastrukturen unter Druck zu setzen.
Besonders brisant: Im Zuge der Recherchen erscheint auch ein folgenschwerer Flugzeugabsturz in einem neuen Licht. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob Störsignale eine Rolle gespielt haben könnten und welche Risiken daraus für die zivile Luftfahrt entstehen. Die Enthüllungen verdeutlichen, wie verwundbar moderne Verkehrssysteme gegenüber elektronischen Eingriffen sind. Gleichzeitig wird klar, dass die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur zunehmend verschwimmen. Experten warnen vor einer wachsenden Bedrohungslage.
ARD Story: Unsichtbarer Angriff – Di. 26.05. – ARD: 22.50 Uhr