Studie zum TV-Konsum Mädchen hängen länger vor der Glotze


Bislang waren die Jungen die eifrigeren Fernsehgucker, doch in diesem Jahr hat sich das Blatt gewendet: Mit durchschnittlich 102 Minuten pro Tag hängen Mädchen sieben Minuten länger vor der Flimmerkiste - am Wochenende sind es sogar noch deutlich mehr.

Mädchen sitzen länger vor dem Fernseher als Jungen. In den ersten drei Monaten 2010 stieg ihr TV-Konsum auf 102 Minuten täglich - sieben Minuten mehr als im ersten Quartal des Vorjahres, wie eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Media Control ergeben hat.

Bei den Jungen blieb die Zeit vor der Mattscheibe mit 95 Minuten demnach konstant. Insgesamt waren sie bisher die eifrigeren Fernsehgucker. In der Jahresstatistik lagen sie in den vergangenen zehn Jahren bei den Fernsehminuten immer vorn.

Nimmt man die Geschlechter zusammen, so sahen Kinder zwischen drei und 13 Jahren durchschnittlich 99 Minuten pro Tag fern - am Wochenende sind es deutlich mehr: Samstags sitzen die Kinder im Schnitt 129 Minuten vor dem TV, sonntags 121 Minuten und am Freitag 107 Minuten. Beliebteste Fernsehzeit ist zwischen 18 und 21 Uhr, in dieser Zeit schauen die Kinder durchschnittlich rund 36 Minuten fern.

Yakari schlägt Sandmännchen

Der Privatsender Super RTL erreichte im ersten Quartal des Jahres einen durchschnittlichen Marktanteil von 20,4 Prozent in der Zielgruppe, der öffentlich-rechtliche Kika kam auf 16,1 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten RTL (10,1 Prozent), NICK (9,4 Prozent) und ProSieben (9,1 Prozent).

Meistgesehene Sendung in dem Zeitraum war "Yakari" auf Kika. Die Comic-Serie platzierte sich gleich neun Mal unter den Quoten-Top-Ten der Kinder. Größter Konkurrent für den Indianerjungen war "Unser Sandmännchen", das ebenfalls regelmäßig auf Kika vorbeischaut. Am 1. Februar ließen sich rund 830.000 Kinder (Marktanteil: 42,1 Prozent) von ihm Traumsand in die Augen streuen.

DPA/APN DPA

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